Die Regierung spricht einen Kantonsbeitrag für eine neue Rad- und Fussgängerbrücke im Churer Welschdörfli. Zudem gibt sie grünes Licht für den Ausbau einer Beschneiungsanlage in Davos und die Erweiterung eines Steinbruchs in Andeer. 

Die Regierung heisst das Bauprojekt der Stadt Chur für eine neue Rad- und Fussgängerbrücke im Welschdörfli gut. Zudem spricht sie für die Ausführung des Projekts einen Kantonsbeitrag von maximal 936 000 Franken. Nach den Plänen der Stadt Chur soll die neue Brücke für Radfahrer und Fussgänger zwischen der oberen Grabenstrasse und der Sägenstrasse über die Plessur führen. Die Brücke wird einerseits den Weg zwischen dem Stadtzentrum und dem wachsenden Quartier Chur West und andererseits zum kantonalen Verwaltungszentrum sinergia für Fussgänger und Velofahrer direkter, sicherer und attraktiver machen. Von der Brücke profitiert auch der motorisierte Individualverkehr, da der Kreisel Obertor, die Abzweigung von der Italienischen Strasse zur Südumfahrung und das Welschdörfli vom Veloverkehr entlastet werden. 

Mehr Schneesicherheit im Skigebiet Rinerhorn 

Die Regierung genehmigt die von der Gemeinde Davos am 6. Dezember 2018 beschlossene Teilrevision der Ortsplanung. Damit ist der Weg frei für den Ausbau der heutigen Beschneiungsanlagen im Skigebiet Rinerhorn. Die Bergbahnen Rinerhorn AG möchte damit die Schneesicherheit im Früh- und Spätwinter gewährleisten. Dies entspreche einem Bedürfnis der heutigen Wintergäste und sei unumgänglich für die Sicherstellung von Trainingsmöglichkeiten. Zentraler Projektbestandteil ist ein neuer Speichersee Rieberalp mit einem Fassungsvermögen von circa 30 000 Kubikmetern Wasser. Der bisherige Wasserbezug aus dem Rieberbach und Leidbach sowie den Überläufen aus zwei Reservoiren sei zwar ausreichend; das Wasser müsse aber künftig im Speichersee südwestlich unterhalb der Nüllisch Talstation zwischengelagert werden. 

Mehr Reserven des Andeerer Granits 

Die Regierung genehmigt die von der Gemeinde Andeer am 27. März 2018 beschlossene Teilrevision der Ortsplanung. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen für die Erweiterung des bestehenden Steinbruchs Crap da Sal. Bereits seit den 1950er Jahren wird dort der begehrte Orthogneis „Andeerer Granit“ abgebaut. 
Mit der Erweiterung werden die Abbaureserven des Andeerer Granits von heute rund 80 000 Kubikmeter auf rund 680 000 Kubikmeter erhöht. Zu diesem Zweck wird das Abbaugebiet bergwärts in Richtung Südosten erweitert. Der Gesteinsabbau in diesem Gebiet dauert noch rund 80 Jahre. Dabei wird das gesamte Gelände laufend und nach Abschluss wieder aufgefüllt und rekultiviert. Nach der erfolgten Wiederaufforstung und Endgestaltung verbleiben voraussichtlich zwei Felsformationen sowie bestockte und bebuschte Waldflächen. 

(Bild: zVg.)