Im Alpenraum prägen unzählige Ställe ausserhalb der Bauzone das Landschaftsbild. Sie drohen zu zerfallen, wenn nicht dringend eine Lösung für sie gefunden wird, denn: Die aktuelle Raumplanungsgesetzgebung des Bundes lässt eine Umnutzung dieser landschaftsprägenden Bauten nicht zu und ein Eigentümer hat kaum Interesse daran, ein Gebäude zu erhalten, das ihm keinen Nutzen bringt. Also soll doch eine massvolle Umnutzung zu Wochenendhäuschen möglich sein. Es geht hier nicht um elitäre Spekulationsobjekte, sondern um eine sinnvolle Weiter- und Umnutzung der Liegenschaften, welche durch frühere Generationen in mühseliger Handarbeit erschaffen wurden. Und genau dafür setzt sich die CVP ein: Auf kantonaler Ebene hat die CVP eine Standesinitiative eingereicht, die auf Bundesebene einen Stein ins Rollen gebracht hat. Leider hat der Nationalrat vor rund einem Jahr knapp Nein zu einer erleichterten Umnutzung gesagt. Als einzige Partei hat die CVP im Ständerat und im Nationalrat vehement für das Anliegen aus Graubünden gekämpft! Eine Mehrheit aus dem linksgrünen Lager zusammen mit grossen Teilen der FDP und BDP hat sich dagegen gewehrt und letztendlich knapp gewonnen – schade! Nachdem nun die Vorberatungskommission des Nationalrates entschieden hat, auf die zweite Etappe des Raumplanungsgesetzes nicht einzutreten und eine eigene Motion einzureichen, ergibt sich für die Umnutzung von Maiensässen eine neue Chance. Dazu müssen aber bei den National- und Ständeratswahlen am 20. Oktober 2019 die Richtigen gewinnen: Wenn Sie wollen, dass wir für unsere Maiensässe eine Lockerung in der Raumplanung erreichen, dann wählen Sie CVP!

Claudio Quinter

Grossrat-Stellvertreter und Mitglied des Gemeindeparlaments von Ilanz/Glion