Die Churerin Simona Waltert ist beim WTA-Turnier in Lausanne ausgeschieden. Im Achtelfinal verlor sie gegen ihre Landsfrau Jil Teichmann mit 3:6, 3:6.

Das Spiel begann aus Sicht der Churerin denkbar schlecht: Nachdem Jil Teichmann ihr erstes Aufschlagsspiel problemlos durchgebracht hatte, musste Waltert bei ihrem ersten Service gleich ein Break hinnehmen. Die 18-jährige Bündnerin, die dank einer Wildcard am WTA-Turnier antreten konnte und in der ersten Runde die topgesetzte Deutsche Julia Goerges ausgeschaltet hatte, hatte auch in der Folge lange Mühe gegen die aggressive und schnelle Teichmann, der Welt-Nummer 90.

Frühe Hypothek

Zwar zeigte Waltert immer wieder ihr Talent von der Grundlinie, insgesamt unterliefen ihr aber zu viele Eigenfehler gegen die zu Beginn dominant auftretende Teichmann. Nach einem zweiten Break gegen Waltert schien der erste Satz verloren, ehe die Churerin ihre Nervösität ablegen konnte und stärker ins Spiel fand. Ein Re-Break und ein eigenes souveränes Aufschlagsspiel war letztlich aber zu wenig, um die frühe Hypothek auszugleichen: 3:6 das Verdikt im ersten Satz.

Erneut ein Break zum Start des Satzes

Dasselbe Bild im zweiten Satz: Die als Weltnummer 548 klassierte Churerin war zu Beginn wieder fehleranfällig, spielte zaghaft und liess die Zielgenauigkeit von der Grundlinie vermissen. Die Bündnerin verlor gleich das erste eigene Aufschlagsspiel und musste somit erneut einem frühen Rückstand hinterherrennen. Die Churerin überwand die Schwächephase zwar rasch, vergab in der Folge in zwei Games aber fünf Break-Gelegenheiten im vierten Game. Teichmann, die im Mai in Prag ihr erstes WTA-Turnier gewonnen hatte, konnte sich in entscheidenden Szenen auf einen starken Service verlassen, verteidigte ihren Vorsprung und siegte letztlich mit 6:3, 6:3.

Die Churerin kann gleichwohl optimistisch in die Zukunft blicken: Nach dem ersten Sieg auf WTA-Level zeigte sie auch gegen die Top-100-Spielerin Teichmann, dass sie problemlos mit besser Klassierten mithält, wenn sie ihre Eigenfehler minimieren kann. Mit etwas mehr Erfahrung und Konstanz dürfte das Talent, das in die Top 500 vorstossen wird, in den kommenden Jahren noch öfters für Aufsehen sorgen. 

 

(Bild: Screenshot SRF)