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Nach der missglückten letzten Saison hat der HCD nun den ersten Teil des Sommertrainings für die bevorstehende Saison abgeschlossen. Unter neuer Führung zeigten sich die Bündner hungrig, sich nächsten Winter wieder in die Playoff-Ränge zurückzukämpfen.

 

«Nach der schwierigen letzten Saison waren alle Spieler mit einer sehr grossen Motivation ins Sommertraining eingerückt. Erstaunlicherweise hielt diese Motivation über die ganzen 10 Wochen, mit Ausnahme von vielleicht ein bis zwei Tagen, auf einem hohen bis sehr hohen Niveau an. Das Team ist in dieser Zeit eng zusammengerückt, die Spieler haben sich gegenseitig gepusht und es hat wirklich Spass gemacht, zusammen hart zu trainieren.»

#Kopfsache

So vielversprechend fällt die Bilanz des neuen Davoser Athletik-Trainers Steven Lingenhag gegenüber hcd.ch zum Sommertraining 2019 aus. Zehn Wochen, in denen die Bündner an Ausdauer, Kraft und Agility feilten, immer mit dem Gedanken, als Team zusammenzuwachsen. In den sozialen Medien berichtete der HCD regelmässig unter dem Hashtag #Kopfsache. Dies nicht ohne Grund: «Sinn und Zweck dieser Kopftrainings waren nicht in erster Linie trainingsspezifische Aspekte, sondern es ging darum, dass die Spieler an ihr Limit oder leicht darüber gehen. Jahrelang zeichnete es den HCD aus, dass die Davoser extrem «beissen» konnten. Diese legendären Siege in den siebten Playoff-Spielen oder auch gegen Ende eines Spiels einen Rückstand in extremis nochmals zu wenden, diese Eigenschaft ging in den letzten Saisons etwas verloren. Wir haben deshalb zum Beispiel Bergläufe oder Bike-Rennen gemacht, in denen jeder einzelne Athlet an sein Limit gehen musste, damit das ganze Team ein vorgegebenes Ziel erreichen konnte. Sie mussten sich im Kopf dazu überwinden, für eine kurze Zeit zu leiden, um diese Einheiten zu erfüllen», so Lingenhag auf der offiziellen HCD-Webseite. 

 

 

 

Ein Blick auf die Kaderliste zeigt eine ähnliche Situation wie letztes Jahr: Auf der Goalie-Position gibt es Fragezeichen, Die Schweizer Joren van Pottelberghe und Sandro Aeschlimann (neu von Zug) dürften die Starter-Position unter sich ausmachen. Auch in der Verteidigung steigen die Bündner mit einer ähnlichen Mischung von erfahrenen und jungen Spielern in die Meisterschaft: Als Teamleader müssen der Schwede Magnus Nygren, Felicien Du Bois, Claude Paschoud und Rückkehrer Samuel Guerra (Ambri-Piotta) die Fahne in der Verteidigung hochhalten.

Was zeigen die neuen ausländischen Stürmer?

Auch im Angriff vertrauen die Bündner auf ihren einheimischen Stamm aus Andres Ambühl, Enzo Corvi, Marc und Dino Wieser sowie dem Finnen Perttu Lindgren. Interessant zu beobachten wird die weitere Entwicklung der talentierten Jungen wie Benjamin Baumgartner, Nando Eggenberger, Yannick Frehner und Chris Egli sein, die teils schon letztes Jahr für Furore sorgten. Und zu guter Letzt wird der Erfolg oder Misserfolg des Schweizer Rekordmeisters natürlich auch zu einem beträchtlichen Teil davon abhängen, wie die neuen Verstärkungsspieler, der Amerikaner Aaron Palushaj und der Schwede Mattias Tedenby, einschlagen werden. Beide haben ihr Sommertraining übrigens – wie auch Nygren – selbständig in ihrer Heimat absolviert. Man darf gespannt sein, wie fit sie in Davos einrücken werden.

Nach zwei Wochen Sommerferien geht es für den HCD in die Endphase der Vorbereitung, dann auch wieder auf Eis. Daneben steht Rumpf- und Schnellkrafttraining im Vordergrund für die am 13. September im Zürcher Hallenstadion beginnende Meisterschaft.

 

 

Das HCD-Kader 2019/20

Headcoach: Christian Wohlwend (neu)

Staff: Johan Lundskog (Assistenzcoach), Waltteri Immonen (Assistenzcoach), Steven Lingenhag (Athletik-Coach), Peter Mettler (Goalietrainer), Patrice Arnold (Video-Coach), Paul Berri (Teamleiter), Walter Kistler (Teamarzt), Pierre Gutknecht (Off-Ice Trainer), Philipp Deck (Physiotherapeut), Sandro Sireci (Materialchef), Raeto Raffainer (Sportchef).

Goalies: Sandro Aeschlimann (1994), Marvin Kortin (2000), Joren van Pottelberghe (1997).

Verteidigung: Davyd Barandun (2000), Dominic Buchli (1998), Felicien Du Bois (1983), Samuel Guerra (1993), Oliver Heinen (2000), Sven Jung (1995), Lorenz Kienzle (1988), Magnus Nygren (1990), Claude Paschoud (1994), Lukas Stoop (1990).

Angriff: Marc Aeschlimann (1995), Andres Ambühl (1983), Thierry Bader (1997), Benjamin Baumgartner (2000), Enzo Corvi (1992), Nando Eggenberger (1999), Chris Egli (1996), Yannick Frehner (1998), Lorenzo Glarner (1999), Fabrice Herzog (1994), Luca Hischier (1995), Tino Kessler (1996), Perttu Lindgren (1987), Dario Meyer (1996), Florian Niedermaier (1994), Aaron Palushaj (1989), Jerome Portmann (1997), Mattias Tedenby (1990), Marc Wieser (1987), Dino Wieser (1989).

Verstärkungsspieler: Magnus Nygren (SWE, 1990), Perttu Lindgren (1987, FIN), Aaron Palushaj (1989, USA, neu), Mattias Tedenby (1990, SWE, neu).

 

(Bild: Twitter HC Davos)