Die Bilder der Jubiläumsausgabe der Alpen Challenge

Niki Hug aus Olten und Nina Zoller aus Chur haben am Sonntag die 20. Austragung der Alpen Challenge Lenzerheide gewonnen.

Auf der 117,4 Kilometer langen Distanz über den Albula und den Julier setzte sich Hug in 3:46:11 Stunden am Sonntag vor dem Engadiner Fadri Barandun und dem Vorjahres-Zweiten Wolfgang Voit durch. Aus einer anfangs zwölfköpfigen Gruppe kristallisierten sich im Finale des Anstieges auf den Albula die Favoriten heraus, von denen dann am Julierpass mit Barandun und Hug nur noch zwei übrig waren. Nachdem Biker Barandun seinen Konkurrenten in der Hochgeschwindigkeitsabfahrt vom Julierpass ziehen lassen musste, war der Weg für Hug dann frei.

«Bin mir Bündner Strassen gewöhnt»

«Ich habe lange in Graubünden gewohnt und hatte auf dem Weg zur Arbeit immer 1000 Höhenmeter, rauf wie runter. Diese Erfahrung konnte ich ausspielen», so der Sieger. «Mir ist am Anfang einmal das Hinterrad weggerutscht, danach habe ich es etwas vorsichtiger angehen lassen», so Barandun. Als einziger der Verfolger, die auf dem Julierpass bereits 1:08 Minuten Rückstand hatten, konnte nur Voit nochmals zu Barandun aufschliessen und gemeinsam mit ihm in den Schlussanstieg nach Lantsch/Lenz gehen – hier distanzierte Barandun, der Sieger des Engadin Radmarathon 2018, Voit dann allerdings deutlich.

Bei den Frauen dominierte Nina Zoller aus Chur zweier Schreckmomente zum Trotz das Rennen von Anfang an und hatte nach 4:03:32 Stunden satte 24:14 Minuten Vorsprung vor Monika Dietl aus Freising in Deutschland sowie Joy Welti aus Walenstadt. Den ersten Adrenalinschub hatte Zoller dabei schon vor dem Start, als sich die elektronische Schaltung als nicht einsatzfähig herausstellte. Erst in letzter Sekunde konnte sie an die Startlinie rollen – noch ohne zu wissen, ob die Schaltung für die kommenden Stunden funktionieren würde. Von 7:48 Minuten auf dem Albula über 10:41 Minuten an der Zwischenzeit in Silvaplana und 15:19 Minuten auf dem Julierpass baute sie ihren Vorsprung jedoch schnell aus und war auch nicht mehr zu gefährden, als sie die Kette verlor und kurzzeitig vom Rad musste. «Da war dann leider die Gruppe weg, das war sicher nicht optimal in der langen Abwand und bei Gegenwind. Den Rest bin ich dann komplett allein gefahren», so die Wahl-Bündnerin und Vorjahres-Zweite der Alpen Challenge.

Organisatoren sind zufrieden

Mit rund 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ziehen die Organisatoren eine zufriedene Bilanz. «Nach den turbulenten Tagen vor dem Rennen mit den Problemen am Albula und den unwetterbedingten Sperrungen am Splügen, wo Teile der Strassen weggespült sind und eine Passage unmöglich gemacht haben, war das sicher das Optimum», so Stefan Schwenke, Organisationsleiter des Rennens. Nah dran am Optimum war auch die Unfallbilanz. Einen einzigen Krankentransport gab es im Zusammenhang mit dem Rennen. Die Teilnehmerin kam aber glimpflich davon.

(Bilder: zVg.)

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