Fast 14’000 Besucher am Tag der offenen Tür der Ems-Chemie

14’000 Bündnerinnen und Bündner besuchten am Samstag die Ems-Chemie und bestaunten die Technologien und Angebote des grössten privaten Bündner Arbeitgebers. GRHeute-Fotograf Charly Bosshard war am Medien-Rundgang mit Ems-Chefin Magdalena Martullo-Blocher dabei.

Am Samstag öffnete die Ems-Chemie ihre Tore für die Öffentlichkeit und sie kamen in Scharen. Bei sommerlichen Temperaturen bestaunten 13’800 Besucher sowie rund 150 Gäste aus Wirtschaft und Politik die Entwicklung und Produktionsanlagen des grössten Bündner Arbeitgebers und Lehrlingsausbildners und tauchten in die faszinierende Welt der Spezialkunststoffe ein. Mit den vielen Attraktionen, dem abwechslungsreichen lokalen Bühnenprogramm sowie der grosszügigen Verpflegung, bereitgestellt durch Gastro Graubünden, herrschte auf dem ganzen Werkplatz Hochstimmung bei Gross und Klein.

Bereits 45 Minuten vor der offiziellen Türöffnung standen die Besucher Schlange vor dem Eingang, wo sie vom Alphornensemble Engiadina, der Musica da Domat und den Tambouren aus Domat/Ems begrüsst wurden. Der Besucherstrom hielt über den gesamten Tag pausenlos an.

Sehenswertes des Werkplatzes

Gespannt ging es dann auf den rund eineinhalbstündigen Rundgang durch die Werksanlagen: Nach einer kurzen Zeitreise durch die mittlerweile 83-jährige Geschichte von EMS bestaunten die Besucher auf 1’500 Quadratmetern über 3’000 hochinnovative Anwendungen aus EMS-Spezialkunststoffen – von hochtemperaturbeständigen Automotorbestandteilen, über ultraleichte Fahrradkomponenten bis zum Spielkameraden und Multimedia-Roboter „Robi“. Überall steckt Kunststoff aus Graubünden drin! Weiter ging es durch das hochmoderne EMSer Entwicklungszentrum, vorbei an den Rohstoffentladungsstationen, entlang unzähliger Rohrleitungen, durch weitläufige Produktions- und Verpackungsanlagen bis zum weltweit dritthöchsten Hochregallager, von wo aus die EMS-Spezialkunststoffe in alle Welt verschickt werden.

Daneben gab es allerlei Fakten und neue Aspekte über das innovative Traditionsunternehmen zu erfahren: Wussten Sie, dass EMS jährlich 15 Millionen Franken in Umweltschutz und Sicherheit investiert und den Energieverbrauch seit 2001 um fast 50% reduzierte? Oder dass EMS-Kunststoffe nur halb so schwer aber genauso robust wie Metall sind und bis zu 10x rezykliert werden können? Oder dass in der EMS-Produktion 400 Säcke Kunststoffgranulat pro Stunde abgefüllt und per Bahn nach Rotterdam und per Schiff nach Asien transportiert werden? Kein Wunder, dass die EMS-Mitarbeiter und -Lernenden „ihren“ Werkplatz auf dem Rundgang voller Stolz präsentierten und über ihre vielfältigen Tätigkeiten und zukunftsträchtigen Ausbildungen berichteten.

Attraktionen für Gross und Klein

Dabei gab es durchaus auch viel zu erleben: Die werkeigene Feuerwehr präsentierte nicht nur ihre hochmodernen Löschfahrzeuge und Ausrüstungen, sondern zeigten ihr Können gleich in einer eindrücklichen Feuerwehrshow. Die sympathische Hundeshow zog nicht nur „Hündeler“ in ihren Bann und der „Mungga-Trail“ (die gigantische Kugelbahn mit über 120 Metern Länge und unzähligen Kurven, Loopings und Hebevorrichtungen – von EMS-Lernenden eigens für diesen Tag entwickelt) faszinierte nicht nur die vielen Kinder. Anziehungspunkte waren auch das 33 Meter hohe Nostalgieriesenrad mit Blick über den Werkplatz und die kurzweilige Rundfahrt durch das ganze EMS-Werk.

Mitreissende Unterhaltung aus der Region für die Region

Nach dem Motto «aus der Region für die Region» wurde den Besuchern schliesslich auf dem grossen Festplatz vielfältige Unterhaltung aus Graubünden geboten: Im Festzelt heizte die 15-jährige Kübliserin Vanessa T. mit ihrer Power-Stimme den gut gelaunten Festbesuchern ein. Die Trachtengruppe Ilanz und Umgebung liess mit ihren farbenfrohen Trachten und lüpfigen Volkstänzen ein Stück echte Bündner Tradition aufleben. Estis Linedancers aus der Lenzerheide und die Steelband steel4ever aus Davos erweiterten das musikalische Spektrum und sorgten ihrerseits für Stimmung. Auch die Prominenz fehlte nicht: Die höchste Bündnerin, Standespräsidentin Tina Gartmann-Albin, Regierungspräsident Jon Domenic Parolini und Regierungsrat Mario Cavigelli sowie der Domat/Emser Gemeindepräsident Erich Kohler massen sich in einem freundschaftlichen Gewichtschätz-Wettbewerb mit Alt- Bundesrat und EMS-Ehrenpatron Christoph Blocher, EMS-Verwaltungsratspräsident Ulf Berg und mit der Bündner Nationalrätin und EMS-Chefin Magdalena Martullo. Mit Witz und viel Charme führten die beiden bekannten Moderatoren Sven Epiney und Annina Campell den ganzen Tag durch das reichhaltige Programm.

Ems-Chemie macht Appetit

Auch bei der Verpflegung stand das Bündner Schaffen im Mittelpunkt: GastroGraubünden – zusammen mit über 30 Bündner Lieferanten und Vereinen und unterstützt von über 200 Helfern – sorgten für die Verpflegung. Die besonders feine «Bündner Puurachalb-Bratwurst» aus Bündner Biokalbfleisch überzeugte Jung und Alt. Die Kinder freuten sich besonders über die feinen Glacé-Sorten von «Glatsch Balnot» und «Filisurer Glacé», aus dem Albulatal. Und auf dem Bauernmarkt gab es unzählige weitere Köstlichkeiten aus dem ganzen Kanton – vom Oberland bis ins Münstertal – zu degustieren. Dass das abwechslungsreiche Programm hungrig und durstig machte und das vielfältige kulinarische Angebot gut ankam, unterstreichen die Catering-Zahlen eindrücklich: 12’000 Würste wurden grilliert, 8’000 Glacé- Portionen ausgegeben und 15’000 Liter Getränke wurden ausgeschenkt.

«Es freut mich ungemein, dass unser Tag der offenen Tür so zahlreich besucht wurde. Alle Mitarbeiter und Helfer haben zum grossen Erfolg beigetragen und ich danke allen vielmals für ihren Einsatz. Ich freue mich schon wieder auf den nächsten Tag der offenen Tür!», schmunzelte die strahlende Magdalena Martullo am Samstagnachmittag. «Wer weiss, vielleicht dauert es bis dahin nicht wieder über 10 Jahre…!»

Fakten und Zahlen

Anzahl Besucher: 13’800

  • Anzahl Würste: 12’000
  • Anzahl Gemüsetaschen: 2’500
  • Anzahl Getränke: 15’000 Liter
  • Anzahl Glacéportionen: 8’000
  • Anzahl Riesenradfahrten: 6’500
  • Anzahl Werkrundfahrten: 5’400

 

Der Grossanlass in den Social Media:

 

 

(Bilder: Charly Bosshard/zVg.)

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