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In Bergün, dem Tor zum Albulatunnel, wird gefeiert: Die RhB zeigt am Bahnfest einen Teil von dem was sie hat und vieles, das sie kann.

Wo gefeiert wird: Am und im Bahnhof Bergün.

Was gefeiert wird: Das zweite Bahnfest der RhB. Das letztjährige Fest zum 10-jährigen Jubiläum der Unesco-Welterbestrecke war ein deratiger Erfolg, dass die RhB beschloss, jedes Jahr ein solches Fest durchzuführen – «um das Erbe sichtbar zu machen», wie Direktor Renato Fasciati sagte.

Was geboten wird: Eine Fahrt in historischen Zügen von Bergün nach Preda durch den alten Albulatunnel. Eine eigene Brücke bauen. Feinstes Essen vom Kurhaus-Catering. Viel Rollmaterial, das vorbeifährt oder auch mal Halt macht. Präsentationen der historischen Vereine. Besichtigung der Baustelle in Preda mit Führung. Besichtigung des Bahnmuseums. Undundund.

Wer da war: Renato Fasciati, RhB-Direktor. Luzi Schutz, Gemeindepräsident Bergün. Martin Schmid, FDP-Ständerat. Silva Semadeni, SP-Nationalrätin. Reto Crameri, CVP-Grossrat. Ralf Kollegger, Chur-Bus-Chef. Die «Promi»-Dichte war verhältnismässig klein, dafür gab es viel Publikum.

Wer was sagte: «Es ist wichtig, das Erbe der RhB für die Bevölkerung zugänglich zu machen.» «Ein richtiger Bündner ist einfach Mitglied im RhB-Club.» «Wir hoffen, dass wir im RhB-Club noch in diesem Jahr die 1000er Marke überschreiten können.» (Renato Fasciati.) «Wir sind die neuntgrösste Gemeinde im Kanton. Flächenmässig.» «Bei uns leben durchschnittlich fünf Einwohner auf einem Quadratkilometer.» «Wir nennen uns das Bahndorf.» «Auf unserem Gemeindegebiet gibt es 30 Kilometer Bahnstrecke, fünf Prozent aller Brücken und Viadukte und 20 Prozent aller Tunnels und Galerien der RhB.» (Luzi Schutz.) «Es ist heute ein spezieller Tag. Genau heute vor einem Jahr wurde der RhB-Club gegründet.» «Ihr seid unsere Experten, ihr seid unsere Fans.» (Tanja Hofstetter, Präsidentin des RhB-Clubs.) «Wir sind zufrieden mit dem Anlass, das passt so.» (Marco Andrea Barandun, Tourismusdirektor.)

 

Witzigstes Detail am Rande: Der Extrazug mit den geladenen Gästen verspätete sich um fast 45 Minuten. Gerüchteweise wegen technischer Probleme. Die offizielle Version von Direktor Renato Fasciati ging aber so: «Wir mussten zuviele Fotostops machen, weil alle etwas fanden, das sie fotografieren wollten.»

Das Bahnfest in Bergün findet noch bis am Pfingstmontag, 10. Juni, statt. Alle weiteren Details gibt es hier: RhB/Bahnfestival.

(Bilder: GRHeute, Film: GRHeute/David Hemmi.)