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Die Calanda Broncos haben sich dank eines knappen 37:33-Heimsiegs (14:0, 7:7, 7:7, 9:19) gegen den serbischen Meister Kragujevac Wild Boars für das Finale in der Central European Football League qualifiziert. Dort treffen die Bündner am Samstag, 8. Juni, in Innsbruck auf die Swarco Raiders Tirol. 

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Die Ausgangslage vor dem letzten Qualifikationsspiel der Calanda Broncos in der Central European Football League war klar: Mit einem Sieg stünden die Broncos im Final, mit einer Niederlage wären sie draussen. Am Ende schwangen die Bündner dank einem Blitzstart und zwei Big Plays im Schlussviertel von Severin Murk und einem Safety der Defense mit 37:33 nur knapp obenaus, auch wenn das Sieg in den Schlussminuten nicht mehr ernsthaft in Gefahr geriet.

Die Broncos schienen in der Startphase vor 585 Zuschauer an der Churer Ringstrasse nichts anbrennen zu lassen: Unter magistraler Leitung ihres US-Quarterbacks Conner Manning legten sie gleich im Startviertel mit zwei Touchdowns vor, zuerst bediente der Amerikaner den Running Back Steffen Haenelt und kurze Zeit später Receiver Lukas Lütscher zur frühen 14:0-Führung der Bündner. Wer glaubte, das letzte Qualifikationsspiel gegen den serbischen Meister würde nun zum Schaulaufen für die Broncos werden, sah sich getäuscht: Die Gäste reagierten im zweiten Viertel mit dem Anschluss-Touchdown und waren im Spiel zurück. Doch schon beim folgenden Kickoff Return reagierten die Broncos, Neuzuzug Max Gray brachte den Ball bis in die gegnerische Hälfte zurück, und nach einem weiteren sehenswerten Pass von Manning auf Severin Murk war es Ballträger Haenelt, der den Ball aus einem Yard zu 21:7-Führung über die Goalline wuchtete. Eine sehenswerte Interception von Dea Baumann vereitelte vor der Pause den erneuten Anschluss-Touchdown der Serben.

Strafenreiches Spiel

Die beiden Teams taten sich auf dem nassen Gras der Churer Ringstrasse schwer, dazu kamen zahlreiche Strafen, die den Spielfluss etwas hemmten. Ausserdem kamen nach der Pause Ballverluste auf beiden Seiten hinzu, vor allem die Broncos sündigten zu Beginn des dritten Viertels: Zuerst fumblete Running Back Tino Muggwyler, dann unterlief Quarterback Conner Manning nach einem Freak Play – statt eines langen Passes auf Adrian Sünderhauf resultierte ein abgefangener Pass der Serben – eine seltene Interception: Die Türken fackelten nicht lange, nahmen das Geschenk mit einem 82-Yard-Touchdown nach einem Screen im dritten Versuch dankend an und verkürzten erneut – diesmal auf 14:21.

Nun fanden beide Offenses wieder ihren Tritt: Zuerst skorte Broncos-Neuzuzug Max Gray auf Pass von Manning, dann schlug der US-Quarterback der Wild Boars zu Beginn des Schlussviertels mit seinen flinken Beinen zum 20:28 zurück. Die Antwort der Broncos folgte auf dem Fuss: Manning servierte den Ball über 73 Yards zu Severin Murk, der das vielumjubelte 35:20 erzielte. Und als die Broncos Defense wenige Zeit später einen Safety zum 37:20 erzielte – der serbische Quarterback konnte angesichts des Drucks von Mauro Bühler den Ball in der eigenen Endzone nur noch mit einem Intentional Grounding loswerden -, war die Vorentscheidung endgültig gefallen. Die Gäste zeigten in den Schlussminuten mit zwei Touchdowns zwar nochmals eine starke Reaktion, doch sie kam zu spät, das 33:37 fiel mit dem Schlusspfiff.

3. Europacup-Finale der Broncos-Geschichte

Damit haben die Calanda Broncos zum dritten Mal in der Klubgeschichte ein europäisches Endspiel erreicht: 2010 setzten sich die Bündner gegen die Schweden der Carlstad Crusaders im EFAF-Cup durch, 2012 gewannen sie die «Champions League» dank eines Eurobowl-Final-Siegs über die Vienna Vikings. Im CEFL-Endspiel am Samstag, 8. Juni, wird der Schweizer Rekordmeister auswärts auf den klaren Favoriten Swarco Raiders Tirol aus Innsbruck treffen.  Die beiden Teams aus den Alpen haben in ihrer Geschichte schon viermal gegeneinander gespielt: In den Urzeiten der 90er Jahre gewannen die Broncos das erste Aufeinandertreffen, in der Eurobowl-Triumph-Saison 2012 setzten sich die Bündner vor 5000 Zuschauern in einem legendären Spiel in Innsbruck mit 35:3 durch. Die beiden letzten Direktbegegnungen – im EFL-Halbfinal 2013 (7:37) und im Big 6-Gruppenspiel 2014 (17:40) – gingen hingegen deutlich an das österreichische Spitzenteam. 

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Info

GRHeute ist offizieller Medienpartner der Calanda Broncos.

 

(Bilder: GRHeute)