Auch Graubünden sagt zweimal Ja – mit regionalen Unterschieden

Der Kanton Graubünden hat die beiden eidgenössischen Vorlagen, das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) und die Umsetzung einer Änderung der EU-Waffenrichtlinie (Weiterentwicklung von Schengen), angenommen. 

Völlig unbestritten war schweizweit das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF): Mit rund 66% wurde die Vorlage deutlich angenommen. In Graubünden lag der Ja-Anteil gar bei knapp 70%. Nur in zwei Kleingemeinden (Rossa im Bezirk Moesa und Conters im Bezirk Prättigau/Davos) wurde das Anliegen abgelehnt, drei Gemeinden (Vals, Mathon, Sufers) sagten sogar mit über 80% Ja.

 

Ebenso deutlich wie die STAF-Vorlage – mit rund 67% – nahm die Schweizer Stimmbevölkerung die Änderung der EU-Waffenrichtlinie an. Mit rund 55% Ja-Anteil war der Bündner Souverän bei dieser Vorlage allerdings etwas skeptischer. Vor allem die Südtäler waren kritisch: Im Bezirk Moesa stimmten die Gemeinden gar geschlossen gegen die Übernahme des EU-Waffenrechts. 

 

Von den grösseren Gemeinden lehnte allerdings nur Klosters und Poschiavo die Vorlage ab. Deutlich angenommen wurde das Anliegen beispielsweise in Chur (8066:3592 Stimmen), in Davos (2018:1279 Stimmen), in Landquart (1390:1024 Stimmen), in Domat/Ems (1215:795 Stimmen), in Scuol (1000:649 Stimmen), in Flims (784:379 Stimmen) und in Malans (616:288 Stimmen). Die Gegner der Vorlage sprachen nach dem Abstimmungssonntag von einem «Entscheid mit schweren Folgen».

 

(Bild: Standeskanzlei Graubünden)

 

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