Die Raststätte Heidiland verzeichnete im letzten Geschäftsjahr mit den beiden Gastro-Betrieben Marché und Burger King mehr Umsatz. Weiterhin rückläufig sind dafür die Frequenzen der Reisebusse. 

Die Raststätte Heidiland AG schliesst das Geschäftsjahr 2018 mit einem Gewinn von rund 102‘000 Franken ab, dies bei einem Gesamtaufwand von rund 1,2 Millionen Franken und einem Ertrag von 1,3 Millionen Franken. Die Bilanzsumme liegt mit knapp 5 Millionen Franken rund 260‘000 Franken unter derjenigen des Vorjahrs. Verwaltungsratspräsident Lieni Kunz konnte den anwesenden Aktionärinnen und Aktionären an der Generalversammlung vom letzten Dienstag aber nicht nur schwarze Zahlen und ein feines Abendessen, sondern auch eine Dividende von 4 Prozent auf dem gesamten Aktienkapital präsentieren.  

Erfolgreicher Gastro-Bereich

Positiv zu Buche geschlagen haben die beiden Gastrobetrieb Marché und Burger King mit einem leichten Umsatzzuwachs von 1 Prozent auf gut 12 Millionen Franken. 9,7 Millionen Franken hat das Marché dazu beigetragen (plus 0,4 Prozent), gut 2,3 Millionen der Burger King (plus 3,5 Prozent).

Weniger Reisebusse

Im Bereich Bus-Reisegruppen habe man erneut einen Rückgang verzeichnen müssen, stellt Kunz in seinem Geschäftsbericht fest. Mit 5125 Bussen hätten insgesamt 126‘941 Gäste die Heidiland-Raststätte angefahren. Das vorsichtige Konsumverhalten ausländischer Busreisenden sei dabei weiterhin spürbar, stellte Kunz fest. «Wir erhoffen uns mit der Wiedereinführung der Eurokassen in diesem Jahr eine Umsatzoptimierung in diesem Bereich.»

Weniger Kunden, mehr Umsatz bei Coop Pronto

Ebenfalls ein Plus von rund 1 Prozent verzeichnete Coop Pronto – dies trotz rückläufiger Kundenfrequenz von 0,5 Prozent. Rückläufig war im letzten Geschäftsjahr hingegen der Gesamtumsatz der BP-Station Heidiland. Der Rückgang von 5 Prozent ist gemäss Kunz auf verschiedene Faktoren, wie beispielsweise effizientere Motoren, Euro-Wechselkurs oder höhere Treibstoffpreise, zurückzuführen. Letzterer Faktor sei durch die Trockenheit im letzten Sommer und der damit verbundenen Einschränkungen der Rheinschifffahrt mit höheren Frachtpreisen bei einer Raststätte besonderes augenfällig. 

Kleinere Nachfrage im Heidi-Shop 

Deutlich weniger Gäste verzeichnete der Shop von Heidiland-Tourismus (fast 20 Prozent). Dank eines optimierten Produkteportfolios habe der Umsatz dennoch fast gehalten werden können, stellte Kunz fest. Als Neuerung nannte Kunz die vier Elektro-Ladestationen, die man Ende Jahr habe installieren können. Die Installation erlaube es, das Angebot künftig auf 12 Ladestationen auszubauen. Mit einer Leistung von bis zu 350kW wird die Ladezeit gegenüber den heutigen Systemen (mit 20 – 120 kW) signifikant reduziert. 

Im Hauptbetrieb der Raststätte, dem Marché Heidiland, waren letztes Jahr 92 Mitarbeitende beschäftigt, im Coop Pronto 9 Mitarbeitende. Insgesamt beschäftigen alle Betriebe der Raststätte Heidiland AG 125  Mitarbeitende.

 

(Bild: marche.ch)