Am 19. Mai stimmt der Schweizer Souverän über die Umsetzung der EU-Waffenrichtlinie im Schweizer Waffenrecht. In einer gemeinsamen Medienmitteilung hat sich der Bündner Gewerbeverband, hotelleriesuisse Graubünden und die Handelskammer Graubünden für ein Ja stark gemacht.

«Im Falle einer Ablehnung des Waffengesetzes fällt die Schweiz aus dem Schengen-Raum mit allen damit verbundenen negativen Auswirkungen für unseren Tourismus und die Unternehmen in der Schweiz», begründen die Autoren der Mitteilung, Jürg Michel vom Bündner Gewerbeverband, Jürg Domenig von hotelleriesuisse und Marco Ettisberger von der Bündner Handelskammer. 

Das Gesetz sieht neu eine Pflicht zur Markierung aller wesentlichen Bestandteile einer Waffe vor. Zudem soll der Informationsaustausch mit den anderen Schengen-Staaten verbessert werden, etwa darüber, wem der Erwerb einer Waffe aus Sicherheitsgründen verweigert wurde. Vorgesehen sind auch Anpassungen bei der Zulassung von halbautomatischen Waffen mit einem grossen Magazin. Die Gegner der Vorlage argumentieren, es handle sich bei der Vorlage um ein «Entwaffnungsdiktat der EU». Absicht der Europäischen Union sei letztlich der Verbot des privaten Waffenbesitzes. Ausserdem monieren sie, dass ein Ja am 19. Mai schon innert zehn Jahren das absolute Verbot für Halbautomatik-Waffen für Privatpersonen und die Einführung von psychologisch-medizinischen Tests für alle Waffenbesitzer zur Folge habe.

Für die drei Wirtschaftsvertreter Michel, Domenig und Ettisberger stehen «die Nachteile der Wirtschaft aus einer Ablehnung des Waffengesetzes in keinem vernünftigen Verhältnis zu den geringfügigen Änderungen, welche für die Waffenbesitzer damit verbunden sind» und empfehlen deshalb, der Vorlage zuzustimmen.

 

(Symbolbild: Pixabay)

 

 

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