Die Schweizer Seilbahnen blicken auf eine erfreuliche Wintersaison zurück. Ein relativ später Wintereinbruch, danach aber sehr viel Sonne und beste Pistenbedingungen – und viele Gäste. So lässt sich der Winter 2018/19 in den Schweizer Skigebieten charakterisieren. In Graubünden war der Winter bis Ende März überdurchschnittlich erfolgreich.

Sowohl die Schweizer Gästezahlen (+ 6,5 Prozent) als auch der Transportumsatz (+ 7 Prozent) der Seilbahnen liegen deutlich über dem Vorjahr – notabene zum zweiten Mal in Folge nach einer mehrjährigen Phase mit rückläufigem Gästeaufkommen. Dies zeigt das Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz. In Graubünden wurden gar 8.3% mehr Gäste als letzten Winter festgestellt (+8,9% im Fünf-Jahres-Durchschnitt). 

Skisaison noch nicht zu Ende

Eines vorweg: In diversen Skigebieten sind die Bahnanlagen nach wie vor im Betrieb – und dies bei noch sehr guten Pistenverhältnissen. Der Blick auf das monatliche Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz (SBS) erlaubt aber bereits jetzt eine erste Einschätzung für die zu Ende gehende Saison: Der schweizweite Personentransportumsatz hat gegenüber dem Fünfjahresschnitt um 9,9 Prozent zugelegt, in Graubünden gar um 12,7%.

Damit blicken die Schweizer Seilbahnen zum zweiten Mal in Folge auf gesteigerte Saisonzahlen zurück. Dies, nachdem die Schweiz seit 2008 als Folge des hohen Frankenkurses während Jahren Gäste ans umliegende Ausland verloren hatte. Einerseits kehren langsam wieder Gäste aus Euroländern in die Schweiz zurück. Andererseits zeigen die beiden letzten Winter eindrücklich: Bei guten Schneeverhältnissen und schönem Wetter zieht es nach wie vor viele Menschen auf die Piste. Dies stimmt die Branche zuversichtlich, auch wenn man sich bewusst ist, dass die Herausforderungen gross bleiben werden.

Einfluss der neuen Preismodelle noch nicht abschätzbar

Welchen Einfluss die neuen Angebote wie die Flatrate-Saisonabonnemente (z. B. Magic Pass, Top4-Skipass) oder die dynamischen Preismodelle (z. B. SkiArena Andermatt-Sedrun, Zermatt, St. Moritz/Oberengadin, Arosa-Lenzerheide, Airolo, Blatten-Belalp, Pizol) auf die Entwicklung der Gästezahlen gehabt haben, lässt sich noch nicht beurteilen. Für fundierte Aussagen zu den Einflussfaktoren braucht es eine längere Vergleichsperiode.

 

(Bild: Archiv GRHeute)