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Der HC Davos hat die Vorentscheidung in den Playouts gegen die Rapperswil-Jona Lakers verpasst: Die Bündner verloren am Samstagabend vor 5335 Zuschauern in der Vaillant Arena mit 2:3 und mussten die St. Galler in der Serie somit auf 1:2 herankommen lassen. Am Dienstagabend folgt in Rapperswil der «Gong» zur nächste Runde im Kampf gegen den Abstieg.

 

Im Gegensatz zum ersten Spiel der Playout-Serie in Davos sündigte der HCD am Samstagabend im Powerplay: Gleich vier Überzahlsituationen – gegenüber 0 für Rapperswil – vergaben die Bündner in den beiden ersten Spielabschnitten. Dabei hatte das Spiel optimal für Davos begonnen: Anton Rödin skorte – lanciert von Andres Ambühl und Felicien DuBois – bereits nach 10 Sekunden mit dem ersten Angriff zum 1:0. Auch in der Folge war Davos die tonangebende Mannschaft: Nicht weniger als 28 Schüsse gaben die Bündner im Startdrittel auf Rappi-Keeper Melvin Nyffeler ab, der in Spiel 3 bärenstark auftrumpfte (und bei insgesamt vier Pfostenschüssen auch eine gehörige Portion Glück in Anspruch nehmen musste). Nach dem ersten Drittel stand es trotzdem nur 1:1: Rappis Dion Knelsen hatte in der 9. Minute entgegen dem Spielverlauf ausgeglichen.

Im Mitteldrittel wurden die Gäste etwas stärker und gingen durch Florian Schmuckli in der 35. Minute erstmals in Führung. Das Ungemach für die meisten Zuschauer in der gut gefüllten Vaillant Arena zeichnete sich zu Beginn des Schlussdrittels ab, als Rapperswils Leandro Profico kurz nach Wiederbeginn auf 3:1 erhöhte. Die Gäste zeigten sich so effizient wie Davos unglücklich. 

Zwar konnte der HCD durch Tino Kessler umgehend wieder verkürzen, zu mehr reichte es aber nicht. Zu allem Übel nahm sich Captain Ambühl im Schlussdrittel nach einem Bandencheck mit folgender Disziplinarstrafe selbst aus dem Spiel. Und auch wenn die Davoser im Schlussdrittel wieder aus allen Lagen feuerten, war an Rappi-Goalie Nyffeler kein Vorbeikommen mehr: Kurz vor Schluss parierte der Lakers-Goalie gegen den alleine vor ihm auftauchenden Marc Wieser, 4 Sekunden vor der Schlusssirene auch noch eine gute Chance von Inti Pestoni. Es war seine 44. Parade an diesem Samstagabend, an dem er zum besten Spieler der Partie gewählt wurde. 

Der HCD verlor Spiel 3 somit 2:3 und muss die Gäste in der Serie somit wieder auf 1:2 herankommen lassen. Irgendwie auch bezeichnend für die Bündner in dieser Saison, dass sie nicht einfach locker und Drama-frei durch die Playouts durchmarschieren. Der Kampf gegen den Abstieg ist für den Rekordmeister auf jeden Fall noch nicht vorbei.

 

 

(Archivbild: Twitter HC Davos)

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