HC Davos mit Ach und Krach zum ersten Playout-Sieg

 

 

Der HC Davos ist mit einem 3:2-Sieg in die Best-of-7-Playout-Serie gegen die Rapperswil-Jona Lakers gestartet. Die Entscheidung fiel erst im Schlussdrittel, den Unterschied machten die Special Teams. Zu den Video-Highlights gehts hier

Es wurde das erwartet enge und nervenaufreibende erste Playout-Spiel vor 3400 Zuschauern in der Vaillant Arena. Der HC Davos startete furios und setzte die Gäste in den Startminuten mächtig unter Druck. Die beste Chancen im ersten Drittel vergaben Tino Kessler, der alleine an Rappi-Goalie Melvin Nyffeler scheiterte, und Perttu Lindgren nach einer schönen Einzelleistung. Die BĂĽndner blieben mit einem hartnäckigen Forechecking aufsässig und provozierten damit mehrere Strafen, die vorerst allerdings ungenutzt blieben. Dies sollte sich im zweiten Drittel ändern: Enzo Corvi traf – lanciert von Felicien Dubois und Inti Pestoni – bei der vierten Ăśberzahlgelegenheit des Spiels zum hochverdienten 1:0 fĂĽr den HCD.  

Wieder ein Doppelschlag gegen den HCD

Das Spiel wurde nun härter, Rappi begann, energischer dagegen zu halten. Mit Erfolg: Wieder einmal war es ein Doppelschlag innert einer Minute, der den HCD aus dem Gleichgewicht und um die Früchte der Anstrengungen der ersten Spielhälfte brachte. In dieser Phase mussten die Davoser unten durch und hatten nach einer Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis noch Glück, nicht plötzlich gar mit zwei Toren zurück zu liegen. Als der ehemalige Davoser Timo Helbling zwei Minuten vor der zweiten Drittelspause seinereits in die Kühlbox musste, schlug das Davoser Powerplay wieder zu: Mit einem Kracher von der blauen Linie sorgte Magnus Nygren 37 Sekunden vor der zweiten Pause für den 2:2-Ausgleich (Assist Andres Ambühl).

Benjamin Baumgartners Höhenflug

Das Schlussdrittel musste entscheiden. Und auch dieses startete wieder mit einer Strafe gegen Rapperswil. Und erneut schlugen die opportunistischen Davoser wieder zu: Der 18-jährige österreichische Shootingstar Benjamin Baumgartner, der schon in der Platzierungsrunde dreimal fĂĽr Davos getroffen hatte, versenkte den Puck nach 14 Sekunden Powerplay zur umjubelten 3:2-FĂĽhrung fĂĽr die Gastgeber (Assist Enzo Corvi). Die Lakers reagierten und zwangen HCD-Goalie Anders Lindbäck, der von Coach Harjis Witolinsch den Vorzug gegenĂĽber dem tschechischen Verteidiger Tomas Kundratek erhielt, umgehend zu einem Big Save. Die Nerven der Davoser Fans wurden auch in der Folge nicht geschont: Zuerst musste Felicien DuBois wegen eines Haltens auf die Strafbank, und kaum war er zurĂĽck, folgte die zweite Davoser Strafe des Abends wegen «zu vielen Spielern auf dem Eis» – erneut zeigte sich das Boxplay der BĂĽndner aber sattelfest. Vier Minuten vor Schluss noch einmal das grosse Bibbern, nachdem auch Nygren eine Strafe «fressen» musste. Der Rekordmeister ĂĽberstand aber auch die dritte Unterzahlsituation des Schlussdrittels, nahm dabei bei einem Pfostenschuss Rappis zwei Minuten vor Schluss viel GlĂĽck in Anspruch und musste in der Schlussminute nach einem Ausschluss Marc Wiesers noch einmal im Boxplay zittern.

Am Ende spielte das alles keine Rolle: Der HCD ächzte und krächzte sich ĂĽber die Zeit, setzte sich gegen Rapperswil-Jona dank drei Powerplay-Treffern nicht unverdient mit 3:2 durch und liegt damit in der Playout-Serie mit 1:0 vorne. Bereits am Donnerstagabend (20 Uhr) geht es in Rapperswil mit Spiel 2 weiter.    

 

(Bild: Twitter HC Davos)