Die Organisatoren des Quellrock Open Air in Bad Ragaz haben ihr Programm präsentiert: Flogging Molly, Chlyklass, Dabu Fantastic und Bligg sind die grossen Namen am diesjährigen Festival in Bad Ragaz.

Im hart umkämpften und von hohen Gagenforderungen getriebenen Festivalumfeld haben die Quellrock-Organisatoren wieder Beachtliches geleistet. «Wir hatten in diesem Jahr zwar auch zu kämpfen, aber konnten die grossen Headliners bereits relativ früh fixieren», freut sich Sonja Hug, welche neu im OK für das Booking verantwortlich ist. Der Schweizer Rapper Bligg wird seine «Rosalie» zum zweiten Mal auf den Freudenberg bringen und möglicherweise im Alleingang wieder für einen ausverkauftes Festival sorgen. Seine Popularität bestätigt auch der Gewinn von gleich zwei Swiss Music Awards vor wenigen Tagen in Luzern.

Die irisch-US-amerikanische Folk-Punk-Rock-Band Flogging Molly stand schon lange auf der Wunschliste der Macher und wird in der Ruine Freudenberg oberhalb von Bad Ragaz  für Festival-Stimmung sorgen.

Von der Startrampe auf die Hauptbühne

Freuen darf man sich auf den Auftritt des Wahl-Churers «Kaufmann», der im benachbarten Taminatal aufgewachsen ist. Er gewann mit seiner Band den «bandXost»-Contest und ging vor kurzem mit einem neuen Album an den Start. Auf der Hauptbühne auftreten wird auch «Chiara Loreen» aus Mels, die letztes Jahr noch als Newcomerin auf der Startrampe antrat. Ebenfalls von der Startrampe her kommt «Floren», der den Startrampen-Contest am Quellrock 2018 gewonnen hat und das Festival eröffnen darf.

Als weitere Attraktion wurde der in London lebende Appenzeller «Marius Baer» gewonnen, der dieses Jahr ebenfalls einen Swiss Music Award gewonnen hat und aktuell ein Mini-Album auf Englisch veröffentlicht. Mit über 30 Veröffentlichungen und Konzerten auf nahezu allen Bühnen der Deutschschweiz ist das Berner Hiphop-Kollektiv «Chlyklass» ein fester Bestandteil der Schweizer Musikszene und erstmals in Bad Ragaz. Und dann wären da noch «Klischée». Mit extrem viel Power und Tanzmusik waren sie auch schon international erfolgreich unterwegs. Ihre Liveshows sind schrill, bunt und berühmt-berüchtigt. Total werden dreizehn Bands auf der Hauptbühne und fünf auf der Startampe auftreten.

Non-stop-Musikgenuss bis in die tiefe Nacht

Das bewährte, langjährige Konzept der «Startrampe», die primär am Samstag bespielt wird, wird weitergeführt. «Wir können somit ab Mittag bis in die die tiefe Nacht hinein fast Non-stop-Musikgenuss bieten», freut sich Sonja Hug vom Bookingteam und ergänzt: «Die Startrampe ist uns, sowie unserem Partner Migros-Kulturprozent, so wichtig, dass wir gleich die Verträge für drei weitere Jahre unterzeichnet haben». Am Samstag werden fünf lokale Bands auftreten, darunter auch die Bündner Musik Award-Gewinner «Anatina».

Einige Änderungen geplant

Die stetig steigenden Kosten für Infrastruktur, Logistik und vor allem bei den Bandgagen haben das OK dazu bewogen, das Festival grundsätzlich zu hinterleuchten und Strategien festzulegen. Erste Ergebnisse, die zum langfristigen Erhalt beitragen sollen, werden bereits dieses Jahr zu spüren sein. So wird auf dem ganzen Festgelände ein Cashless-System eingeführt. «Unsere Gäste können bereits im Voraus oder auch auf dem Festgelände den Festivalbändel mit Bargeld aufladen und die Konsumationen vor Ort bargeldlos bezahlen», erklärt Festivalkassier Jürg Vinzens das neu lancierte System. Man habe dabei auf einen der grössten Cashless-Anbieter gesetzt, der auch Grossveranstaltungen wie das Open Air Frauenfeld oder den EHC Biel seit mehreren Jahren betreut. Neu wird das Mitbringen von Getränken auf das Festivalgelände untersagt. Man wolle versuchen, die Ticketpreise weiter tief zu halten, sei aber auf den Umsatz auf dem Festgelände angewiesen, erklärt das OK in einer Mitteilung. So wird auch die Beatz-Bar zum letzten Mal in der bisherigen Art betrieben. Man habe entschieden, ab 2020 ein neues Konzept umzusetzen und die Bar künftig direkt durch den Veranstalter zu betreiben.

Tickets sind im Vorverkauf für 60.- (Freitag), 75.- (Samstag) oder 99.- (Festivalpass) zu erstehen. Details zum Programm und den Bands gibts hier. 

 

(Bilder: zVg.)