Der EHC Chur ist auf gutem Weg, den Ligaerhalt in der MySports League doch noch zu schaffen: Nach einem überdeutlichen 8:3-Sieg gegen Star Forward sind die Bündner eine Runde vor Ende der Relegationsphase über den Strich geklettert. Noch ist der Stadtklub deswegen aber nicht gerettet.

Für den EHC Chur war es das Spiel des Jahres, ein Spiel, das man unbedingt gewinnen musste, um die Mission Ligaerhalt doch noch zu schaffen. Und die Hauptstädter lieferten am Samstagabend vor 684 Zuschauern im Thomas Domenig-Stadion – und wie!

Die Bündner setzten sich gegen Star Forward, dem Chur vor Wochenfrist auswärts noch mit 1:3 unterlegen war, deutlich mit 8:3 durch und sorgten für ein Spektakel der seltenen Art. Bereits nach 12 Minuten hatten Patrick Zahner und Cyrill Bischofberger die Signale mit der 2:0-Führung in Richtung eines Churer Sieges gestellt, Denis Vrabec sorgte mit dem 3:0 im Mitteldrittel für die vermeintliche Vorentscheidung. Aber nur vermeintlich: 3:0 waren die Churer auch schon am Dienstag gegen Düdingen vorne gelegen und hatten letztlich noch einen Punkt abgeben müssen. Dies war den Steinböcken offenbar noch präsent, Alexander Tkachenko erhöhte unmittelbar nach Wiederanpfiff zum 4:0. Und als den Waadtländern schliesslich in der 45. Minute doch noch der Anschlusstreffer zum 4:1 gelang, steckten die Bündner den Kopf auch nicht in den Sand. Mit drei Toren innert weniger als drei Minuten sorgte der EHC bei seinen Fans für einen euphorischen Jubelrausch, der in den letztlich souveränen 8:3-Sieg mündete (hier gehts zum Telegramm).

Damit ist der EHC in der Tabelle mit Star Forward gleichgezogen – und dank der besseren Tordifferenz auch erstmals in der Regelationsrunde über den Strich geklettert. Grund zum Jubeln ist dies eine Runde vor Saisonende noch nicht: Erst am Dienstagabend – Chur tritt um 20.15 Uhr beim seit längerem geretteten Seewen an – fällt die Entscheidung, ob der EHC auch nächste Saison in der MySports League spielen kann.

Mit einem Sieg (allenfalls auch in der Overtime) ist Chur wegen der besseren Direktbilanz gegenüber Düdingen und Star Forward – die im Direktduell aufeinander treffen – gerettet. Bei einer Niederlage müssten die Bündner auf einen Sieg von Düdingen hoffen, um nach der starken Relegationsphase nicht doch noch in den bitteren Abstiegsapfel beissen zu müssen.

EHC Arosa völlig losgelöst

Einen absoluten Traumstart legte der EHC Arosa in den 1. Liga-Playoff-Halbfinals hin: Die Schanfigger überfuhren Bellinzona vor 785 Zuschauern im Sport- und Kongresszentrum gleich mit 8:0 und haben damit in der Serie mit 1:0 vorgelegt. Die Mannschaft von Trainer Marc Haueter startete furios und lag bereits nach acht Minuten 3:0 vorne. Auch in der Folge liess Arosa nichts anbrennen und dominierte die Tessiner mit schnörkellosem Angriffs-Hockey und solider Defensive. Als Matchwinner einer starken Aroser Equipe konnte sich Ramon Pfranger mit drei Toren und zwei Assists feiern lassen.

Im Spiel 2 der Best-of-5-Serie wird sich am Dienstag in Bellinzona zeigen, ob der Kantersieg mehr als «nur» das 1:0 in der Serie war. Zum Telegramm des 8:0-Sieges gehts hier.

 

(Bilder: www.ehcfans.ch/EHC Arosa Blogspot)