Aus der Traum für den HC Prättigau-Herrschaft: Die Bündner haben im vierten Spiel des Playoff-Viertelfinals in der 1. Liga gegen den EHC Wetzikon mit 1:5 verloren und sind damit in der Serie mit 1:3 ausgeschieden.

Am Ende hingen die Trauben für den HCPH in der Playoff-Serie gegen Wetzikon zu hoch: Nachdem die Prättigauer das erste Spiel in der Serie in Wetzikon überraschend mit 3:1 gewonnen hatten, wendete sich das Blatt zu Gunsten des überlegenen Qualisiegers. Rückblickend waren es zwei Momente, in denen die Zürcher das Zepter in der Serie übernahmen: Im Spiel 2 in Grüsch lagen die Prättigauer nach zwei Dritteln noch 1:0 vorne, mit der Aussicht, in der Serie auf 2:0 davon zu ziehen. Wetzikon drehte aber das Spiel – und damit letztlich auch die Serie. Der HCPH kämpfte auch in Spiel 3 mit guter defensiver Disziplin, hielt im Schlussdrittel ein 1:1-Unentschieden und kam zu einer seltenen Powerplay-Chance: Statt des Führungstreffers kassierten die Bündner aber einen Shorthander, der am Anfang der 2:3-Niederlage stand. 

Spiel nach dem Startdrittel entschieden

Damit hätte der HCPH am Dienstagabend zuhause und dann am Donnerstag in Wetzikon gewinnen müssen, um doch noch in die Halbfinals gegen den EHC Arosa einzuziehen. Nach der kräfteraubenden Serie war gestern die Luft aber rasch draussen: Eine Prättigauer Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis nach drei Minuten verwerteten die Gäste eiskalt, und es kam noch schlimmer: Nach 15 Minuten sorgte Wetzikons Raphael Röthlisberger für das 2:0, und derselbe Angreifer sorgte zehn Sekunden vor der ersten Sirene mit dem 3:0 für den endgültigen «Todesstoss». Das 0:4 kurz nach Wiederanpfiff war die endgültige Entscheidung. Die Prättigauer versuchten zwar noch ein verzweifeltes Comeback, standen gegen die stilsicheren Zürcher aber auf verlorenem Posten. Gian-Marco Schumachers Powerplay-Tor zum zwischenzeitlichen 1:4 war letztlich nur Resultatkosmetik. Am Ende verloren die Gelb-Grünen mit 1:5 und scheiden damit aus den Viertelfinals aus. Viel vorwerfen können sich die Prättigauer insgesamt aber nicht: Mit der zweiten Playoff-Qualifikation in Serie – nach dem Aufstieg – haben sie auch dieses Jahr das primäre Saisonziel erreicht, auch wenn es dieses Jahr sehr knapp wurde. 

Das Aus des HC Prättigau-Herrschaft hat auch Auswirkungen auf den EHC Arosa, da nun auch die am Samstag beginnenden Playoff-Begegnungen feststehen.

 

 

(Archivbild: HC Prättigau-Herrschaft)