Der VBC Chur hat am Samstag vor 40 begeistert mitgehenden Zuschauern in der Turnhalle Untervaz zum Abschluss der Qualifikation der nationalen 1. Liga-Meisterschaft der Männer gegen den Tabellenvierten VBC Einsiedeln einen absolut verdienten 3:1-Sieg feiern können. Damit rettete sich der Stadtclub dank der 1:3-Auswärtsniederlage des VBC Voléro Zürich 2 gegen den VBC Andwil-Arnegg in extremis doch noch in die Barrage. Dabei trifft er in zwei Entscheidungsspielen zuerst einmal auf den VBC Kanti Baden, den Drittletzten der Gruppe C.

In der Anfangsphase wirkten die Churer aufgrund der Ausgangslage, das Spiel unbedingt für sich entscheiden zu müssen, um sich überhaupt noch eine Chance auf den Ligaerhalt ausrechnen zu können, verständlicherweise recht nervös. Dadurch spielten sie nicht nur sehr ungenau, sondern produzierten auch viele Eigenfehler, sodass sie vom ersten Ball an in Rückstand gerieten und der Startsatz mit 21:25-Punkten an die Gäste ging.

Steigerung brachte den Erfolg

Nach diesem missglückten Auftakt vermochten sich die Platzherren aber in allen Belangen derart zu steigern, dass sie das Spieldiktat übernehmen, ihren Gegner konstant unter Druck setzen und sich deshalb in den weiteren Sätzen mit 25:22-, 25:22- und 25:21-Punkten durchsetzen konnten. Somit endete das bis zuletzt spannende, aber auf nicht allzu hohem Niveau stehende und knapp eindreiviertel Stunden dauernde Spiel mit 3:1-Sätzen zugunsten des VBC Chur.

Folgende Spieler standen gegen den VBC Einsiedeln im Kader des Stadtclubs: Simon Schneider, Philip Brunner, Andreas Catschegn, Bartosz Konsek, Timon Hallauer, Philippe Riedler, Gian-Luca Thuner, Jürg Conrad, Nino Caduff, Mirco Ackermann, Sven Fux und Clau Quinter. Als engagierter und zwischendurch auch lautstarker Coach amtete wie immer Jan-Achim Landen. 

Kurzes Fazit

Es war eine lange Durststrecke, die der VBC Chur nach dem doch eher unerwarteten Aufstieg in die nationale 1. Liga der Männer durchmachen musste, denn erst nach dreizehn zum Teil bitteren Niederlagen platzte der Knoten plötzlich und der längst überfällige erste Saisonsieg konnte doch noch eingefahren werden. In der Folge waren die zuvor verunsicherten Churer Spieler aber kaum mehr wiederzuerkennen, strotzten geradezu vor Selbstvertrauen und konnten dank drei weiteren Erfolgen den direkten Wiederabstieg in die Regionalliga verhindern. 

Vor Saisonbeginn hätte dies dem Stadtclub wohl kaum jemand zugetraut. Zwar ist der Ligaerhalt noch keineswegs sichergestellt und muss in der Barrage hart erkämpft werden. Trotzdem hat der VBC Chur bisher zweifellos eine gute Visitenkarte abgegeben und verdient auch weiterhin Kredit. 

 

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(Bilder: GRHeute)