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Der HC Davos hat auch an diesem Wochenende beide Spiele verloren, zuerst am Freitag 1:3 zuhause gegen Lausanne, dann am Samstag mit 4:5 nach Verlängerung in Langnau. Immerhin gabs im Emmental nach einer engagierten Leistung wieder mal einen Punkt. Die 10 HCD-Fakten vom Weekend.

1. Ladehemmungen…

Es war am Freitag gegen Lausanne schon fast zum Verzweifeln: Wieder traf der HCD einfach nicht in die gegnerischen Maschen, nachdem man schon letztes Wochenende nur einmal – im Powerplay – reüssiert hatte. Auch das eine Tor, das die Davoser gegen Lausanne erzielte, fiel erneut in Überzahl: Anton Rödin hatte nach starker Passstafette über Ambühl und Corvi den Davoser Führungstreffer erzielt.

2. …am Samstag gestoppt

Immerhin fanden die Bündner am Samstag in Langnau wieder zum Toreschiessen zurück, auch bei numerischem Gleichstand. Nicht nur, dass der HCD in Langnau wieder mal vier Tore schoss, vor allem auch die Art, wie man zumindest einen Punkt rettete, war ein Fortschritt. Nachdem die Bündner dreimal einen Vorsprung preisgegeben hatten, gerieten sie im Schlussdrittel erstmals in Rückstand. Ein Genickbruch war dies in der Ilfishalle für einmal nicht: Perttu Lindgren skorte dreieinhalb Minuten vor Schluss zum 4:4. In der Verlängerung hielten die Bündner das Unentschieden allerdings nur noch 24 Sekunden.

 

3. Die Davoser Ausländer skoren weiter

Der 4:4-Ausgleich Lindgrens in Langnau war bereits der sechste Treffer des Finnen seit dem Jahreswechsel (14 Spiele). Auch Rödin, der sowohl am Freitag wie auch am Samstag traf und den Ausgleich seines skandinavischen Teamkollegen vorbereitete, hat in dieser Zeit sechs Tore erzielt. Zuvor hatten die beiden designierten ausländischen Skorer bis Weihnachten in 28 Meisterschaftsrunden insgesamt nur 6-mal getroffen. Ein Trend, der hinsichtlich der Playouts Mut macht.

4. Pestoni ist zurück

Inti Pestoni startete zwar wie die Feuerwehr in die Saison, liess zuletzt aber seinen Torriecher vermissen. Vor Wochenfrist verdonnerte HCD-Coach Harjis Witolinsch dem Davoser Topskorer gar eine Zwangspause. Dieses Wochenende war der Tessiner wieder an Bord: Er legte seine nun über einen Monat dauernde Torflaute zwar nicht ab, konnte sich beim 4:4-Ausgleich Lindgrens in Langnau aber immerhin einen entscheidenden Assist gutschreiben lassen.

5. HCD nur mit sechs Verteidigern

Der HC Davos musste auch dieses Weekend wieder mit einer Rumpfmannschaft antreten. Sowohl gegen Lausanne wie auch in Langnau hatten die Bündner nur je drei Verteidigerpaare zur Verfügung. Neben den schon länger verletzten Claude-Curdin Paschoud und Lukas Stoop fehlten auch Julian Payr mit einer Muskelprellung. Dazu weilte Söldner Tomas Kundratek mit der tschechischen Nationalmannschaft an einem internationalen Turnier in Stockholm, Youngster Oliver Heinen stand bei der Schweizer U-19-Nationalmannschaft im Einsatz.

6. Premieren im Angriff

Da die Davoser auch im Angriff am Wochenende dezimiert waren – Dino Wieser fehlt weiter verletzungsbedingt, dazu waren Chris Egli und Thierry Bader krankheitshalber nicht dabei -, kam beim HCD mit Jerome Portmann ein weiterer junger Einheimischer zum Saison-Debüt in gelb-blau. Der 22-Jährige hatte zuvor beim Partnerteam Ticino Rockets gespielt. Eine Premiere feierte auch der 20-jährige Prättigauer Dominic Buchli, der in Langnau mit dem 2:1-Führungstreffer seinen ersten Karrieretreffer in der National League erzielte.

7. Lindbäck wieder im Kasten

Die Absenz des Tschechen Kundratek erlaubte es HCD-Coach Witolinsch, Gilles Senn im Tor eine Pause zu ermöglichen und wieder mal auf Anders Lindbäck zu setzen. Sein letztes Spiel hatte der Schwede am 22. Januar bestritten. In beiden Spielen machte der 30-Jährige seine Sache ordentlich, auch wenn er den Gamewinner Lausannes am Freitag in der 34. Minute nach einem harmlosen Schuss auf seine Kappe nehmen muss. Insgesamt hielt der Schwede am Wochenende 54 von 62 Schüssen (87%).

8. Definitiv in der Abstiegsrunde 

Alles rechnen hilft nun nichts mehr: Nach den neuerlichen Niederlagen steht der HC Davos endgültig als Teilnehmer in den Playouts fest. Die Regular Season wird der HCD voraussichtlich auf Platz 11 abschliessen, liegt er doch acht Punkte vor Schlusslicht Rapperswil und satte 25 Punkte hinter dem zehnplatzierten Genf-Servette. Als Gegner in der 1. Playout-Runde sind neun Runden vor Ende der regulären Meisterschaft nicht weniger als sieben Teams möglich. Hier gehts zur Tabelle.

 

9. Witolinschs Bilanz

Seit Harjis Witolinsch am 20. Dezember 2018 die Trainer-Geschicke beim HCD übernahm, haben die Bündner in 16 Spielen 5x gewonnen und 11x verloren. Abgesehen von einem 0:4 in Lugano haben die Bündner aber immerhin nie mit mehr als zwei Toren Unterschied verloren, zeigen insgesamt viel Einsatz und machen im Hinblick auf die Playouts eine gefestigtere Figur. 

10. So gehts weiter

Auch in der kommenden Woche nähert sich der HCD dem regulären Meisterschaftsende mit zwei Spielen: Bereits am Dienstagabend empfängt der Rekordmeister den EV Zug (19.45 Uhr), am Freitag treten die Bündner die lange Reise zu Genf-Servette an. 

 

(Bild: Screenshot MySports)