Das Schweizer Volk hat entschieden: Die Zersiedelungs-Initiative ist in der Tonne. In der Mülltonne. Die CVP und die SVP sind erfreut über das Resultat.

Es war deutlich: Die Stimmbürger des Kantons Graubünden haben die Initiative der Jungen Grünen, die das Land vor weiteren Zersiedelung bewahren wollte, mit 12’529 zu 32’114 Stimmen abgelehnt. Die Stimmbeteiligung lag bei knapp unter einem Drittel. Am Grössten war die Ablehnung in der Surselva, wo der Nein-Stimmenanteil über 80 Prozent betrug, wie aus einer Mitteilung der Standeskanzlei Graubünden vom Sonntagnachmittag hervor ging.

Die Reaktionen kamen prompt: Die SVP zeigte sich sehr erfreut über die deutliche Ablehnung der Zersiedelungs-Initiative. «Die SVP Graubünden nimmt mit grosser Genugtuung zur Kenntnis, dass die Bündnerinnen und Bündner bei der Zersiedelungsinitiative der Parole der SVP gefolgt sind und die Volksinitiative der jungen Grünen deutlich, nämlich mit rund 72 Prozent, abgelehnt haben», schrieb die Partei in einer Mitteilung vom Sonntag. Die Abstimmenden hätten erkannt, dass die Initiative in vielen Bereichen weit über das Ziel hinaus geschossen und eine verheerende Bürokratie zur Folge gehabt hätte.

Auch die CVP ist erfreut über den Ausgang der Abstimmung. «Als Partei, die sich für Föderalismus, starke Kantone und starke Gemeinden einsetzt, ist das Abstimmungsresultat eine Bestätigung dafür, dass die Raumplanung bei den Gemeinden und Kantonen in guten Händen ist», schreibt die CVP. Die Gemeinden seien gerade im Kanton Graubünden mit der Umsetzung von RPG I besonders gefordert, indem zahlreiche Gemeinden ihre Bauzonen verkleinern und die Siedlungsentwicklung nach innen treiben müssten. In dieser Situation wäre die Zersiedelungsinitiative besonders schädlich gewesen und hätte quer in der Landschaft gestanden, weil sie den Handlungsspielraum für die künftige Entwicklung unseres Kantons übermässig eigeschränkt hätte.

(Bild: GRHeute)