Tourismus.Total: «Jahresprogramm mit Fokus aufs Hochgebirge»

Wir widmen unser diesjähriges Jahresthema «Alpine Welt» den Besonderheiten des Hochgebirges. Verteilt übers Jahr finden Veranstaltungen rund um die Gegebenheiten des alpinen Raums statt. So wird Dr. des. Leandra Reitmaier-Naef einen Vortrag zur Gletscherarchäologie halten und Elsi Dettli einen Bildervortrag über die Alpendohle präsentieren. Zudem geht es mit einer Exkursion ins Gebiet der «Alpinen Feldlerche» am Schamserberg und zum Birkhuhn nach Thalkirch. Auf der geführten Wanderung zum Thema «Alpenkräuterwanderung – Kochen mit der Natur» lernt man essbare Kräuter kennen, sammelt und verarbeitet diese gemeinsam. Zudem werden an Kindernachmittagen in Tschappina, Tenna und Splügen «Schnee & Eis erforscht».

Die beiden Veranstaltungen, welche in den nächsten Tagen anstehen, kümmern sich sinnigerweise ums Thema Schnee. Gerade heute Abend laden wir alle Interessierten nach Versam ein zum Vortrag «Lawinen & Sicherheit im Safiental». Revierförster Daniel Buchli zeigt anhand von Präventionsmassnahmen im Forst- und Strassenbetrieb, wie sich die Sicherheitslage im Verkehr und in Siedlungen entwickelt hat. Und Bergführer Werner Stucki wird aufzeigen, welche Informationen und Planungssysteme Skitourenfahrern und Schneeschuhwanderern heute zur Verfügung stehen. 

Denn Ski- und Schneeschuhtouren sind im Trend. Immer mehr Wintersportler zieht es von der Piste in den Pulver und Schneeschuhtouren sind längst keine Geheimtipps mehr. So wird beispielsweise wenn es schneit immer häufiger eine Schneeschuhtour als Alternative zum Skifahren angeboten. Und es ist tatsächlich wahr; sollte es in den langersehnten Sportferien tatsächlich überraschenderweise mal ein paar Tage schneien – und zwar irrsinniger Weise tagsüber – so findet der bewegungsfreudige Gast bei einer Schneeschuhtour durchaus die befriedigend ermüdende Bewegung. Ebenfalls attraktives Alternativprogramm für Tage mit mässiger Sicht, Schneefall oder anderem Gestöber ist das Bauen von Schnee-Iglus. Auf den ersten Blick als Kinderprogramm fehlbewertet, macht das Bauen von Iglus einem breiten Publikum richtig Spass und weckt durchaus Abenteuerlust. Wussten Sie, dass Eskimo in ihrem Sprachgebrauch rund vierzig verschiedene Worte für die Bezeichnung von Schnee kennen? Sie unterscheiden vierzig unterschiedliche Zustände des gefrorenen Wassers. Nur zwei dieser vierzig Eis- und Schneearten seien tatsächlich für den Bau ihrer Behausungen geeignet.

Jene die jetzt praktisch schon auf der Suche nach inspirativen Tutorials einem Youtube-Strudel verfallen möchten, empfehle ich an dieser Stelle gerne unsere Veranstaltung «Wintervergnügen mit Iglu bauen, Schneeschuhwandern und Schlitteln» am 16. Februar im Safiental. Mit den Schneeschuhen durch die verschneite Winterlandschaft führt Sie Schneeschuhwanderleiterin Claudia Nestler zu einem garantiert einsamen Ort. Gemeinsam bauen Sie ein Iglu und stärken sich danach mit einem feinen Fondue in der Maiensäss-Hütte. Und am Ende des Tages darf erst noch jeder selbst entscheiden, ob es eine romantische Nacht im Iglu wird oder mit dem Schlitten zurück gehen soll.

Wir wünschen allseits prächtige, schneereiche und aktive Sportferien! 

Die Tourismus-Total-Expertenrunde von GRHeute berichtet und kommentiert einmal wöchentlich über aktuelle Tourismusthemen für Graubünden.

Heute für Sie unverblümt und direkt von der Front: Lilian Würth, Projektleiterin Kommunikation, Naturpark Beverin.

(Bild: Claudia Nestler, Naturpark Beverin)