In der 28. Runde der Meisterschaft der MySports League musste sich der EHC Chur vor 414 Zuschauern im Thomas Domenig Stadion auch im dritten Saisonspiel gegen Hockey Huttwil geschlagen geben, wobei der Sieg der zweitplatzierten Gäste aufgrund der Spielanteile und der Torchancen mit 6:0-Toren zweifellos etwas zu hoch ausfiel.

Da sich gleichzeitig der Tabellenvorletzte Star Forward im Auswärtsspiel gegen die HC Düdingen Bulls mit 2:1-Toren hat durchsetzen können und der Rückstand auf die Waadtländer auf nunmehr sieben Punkte angewachsen ist, laufen die Steinböcke erneut Gefahr, im Abstiegskampf langsam aber sicher den Anschluss zu verlieren. Auf jeden Fall haben sie einen empfindlichen Rückschlag erlitten.

Fehlstart mit Konsequenzen

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt, denn schon nach 15 Sekunden lagen die Churer mit 0:1-Toren zurück. Dies sollte auch bereits die Vorentscheidung bedeuten, denn diesen Rückstand konnten die Einheimischen trotz grossen Einsatzes nicht mehr wettmachen, weil sie einerseits die besten Torchancen vergaben und anderseits auch noch viel Pech dazukam. Deshalb bekundeten die in allen Belangen überlegenen Gäste keine Mühe, den Vorsprung in regelmässigen Abständen auszubauen und die drei Punkte verdientermassen mit nach Hause zu nehmen.

Gegen einen kampfstarken und effizienten Gegner wie Hockey Huttwil zu verlieren, ist sicher kein Weltuntergang. Der eklatante Klasseunterschied sollte den Verantwortlichen des Stadtclubs aber doch zu denken geben, zumal seit Saisonbeginn kaum eine positive Entwicklung festzustellen ist.    

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Bis zum heutigen Zeitpunkt hat es der EHC Chur noch nicht geschafft, auf eigenem Eis auch nur einen einzigen Sieg nach regulärer Spielzeit zu erringen. Am nächsten Samstag, wenn um 20 Uhr der EHC Basel/Kleinhüningen im Thomas Domenig Stadion zu Gast sein wird, müssen die Churer nun aber unbedingt siegen oder zumindest punkten, wenn sie sich überhaupt noch Chancen auf den Ligaerhalt ausrechnen wollen. Die optimale Voraussetzung dazu dürfte nebst einer möglichst fehlerfreien Leistung des Stadtclubs auch die stimmungsvolle Unterstützung durch das zahlreich aufmarschierte einheimische Publikum sein.     

Telegramm, Resultate und Rangliste unter www.sihf.ch

 

(Bild: Jürg Kurath)