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WEF-Soldaten in Davos wurden am Dienstag um ein Haar von einer kontrolliert gesprengten Lawine erfasst. Die Sturzbahn der Lawine war so nicht erwartet worden. Der Vorfall endete glimpflich, Personen kamen keine zu Schaden.

Eine Verkettung zweier Umstände führte gestern zur «Fast-Katastrophe» in Davos. Zum einen nahm die WK-Kompanie, die am WEF in Davos ihren Dienst leistet, die Gefahr offenbar zu wenig ernst. Jürg Nussbaum, Kommunikationsverantwortlicher der Armee beim WEF, erklärte gegenüber den Medien: «20 Minuten vor der Sprengung wurden die Personen vor Ort darüber informiert und angewiesen, das Gebiet zu verlassen.» Was sie nicht taten und erst in letzter Sekunde von Panik übermannt wurden.

Zum andern unterschätzten die Sprengmeister aber offenbar auch die Grösse und vor allem die Sturzbahn der Lawine. Man sei sich schon vor der Sprengung bewusst gewesen, dass die Lawine gross werde, so Sprengmeister Vali Meier, man habe aber nicht voraussehen können, dass die Lawine eine andere Sturzbahn einschlage und sehr weit nach rechts in Richtung Davos abtreibe. Bei bisherigen Sprengungen waren die Lawinen jeweils geradeaus über die Galerie gedonnert. Gefahr bestand für die Soldaten gemäss Meier jedoch keine, wie er gegenüber 20 Minuten ausführte: «Es wurde einfach relativ viel Staub aufgewirbelt, dazu kam der Druck der Lawine.»  

 

(Bild: Screenshot)