Der Brand, bei dem zwei Kinder und ein Mann in Chur ums Leben gekommen sind, ist offenbar absichtlich gelegt worden. Die Hintergründe werden untersucht.

Die Tragödie, die sich in der Nacht auf Sonntag am Churer Foralweg ereignete (GRHeute berichtete), ist offenbar auf Brandstiftung zurückzuführen. Der Vater der Kinder, der ebenfalls ums Leben kam, soll den Brand absichtlich gelegt haben, wie es in einer Mitteilung der Stadtpolizei Chur heisst. Beim Brand starben auch der dreijährige Sohn und die achtjährige Tochter des Dominikaners. Während des Brand soll es zu mindestens einer Explosion durch einen Brandbeschleuniger gekommen sein. Die Hintergründe werden von der Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei Graubünden untersucht.

Beim Brand, der der Polizei um 3.05 Uhr am frühen Sonntagmorgen gemeldet wurde, wurden zudem acht Personen verletzt. Dabei handelt es sich um zwei Feuerwehrmänner und sechs Bewohner des Hauses an der Foralweg. Sie erlitten Rauchgasvergiftungen. Insgesamt mussten 48 Menschen aus 38 Wohnungen in ein nahe gelegenes Restaurant evakuiert werden. Die Bewohner der Nachbarhäuser konnten in der Zwischenzeit in ihre Wohnungen zurückkehren.

Der Brand, der die Bewohner in Chur Süd mitten in der Nacht aus dem Schlaf riss, verursachte ein riesiges Aufgebot an Rettungskräften. Die Feuerwehr Chur stand mit 70 Personen im Einsatz, die Stadtpolizei Chur sperrte mit 13 Einsatzkräften das Gebiet grossräumig ab. Für die medizinische Betreuung standen Ambulanzteams der Spitäler Thusis und Schiers sowie die Rettung Chur im Einsatz.

 

(Kapo GR, 13.1.2019, aktualisierte Meldung vom Sonntagmorgen.)

Open Popup