Der VBC Chur musste am Samstag in der 5. Runde der nationalen 1. Liga-Meisterschaft der Männer eine bittere Niederlage einstecken. Die Churer verloren nämlich vor 25 Zuschauern in der Halle 1 der Sportanlage Sand nach einem bis fast zuletzt ausgeglichen und spannend verlaufenen, mehr als zwei Stunden dauernden Spiel gegen den STV Wil mit 2:3-Sätzen und verbleibt mit nunmehr zwei Punkten am Tabellenende.

Die Platzherren starteten schwungvoll in die Partie und konnten den ersten Satz trotz zahlreicher Servicefehler verdient mit 25:23-Punkten für sich entscheiden. Im zweiten Abschnitt mussten sie den von ihrer hartnäckigen Gegenwehr sichtlich überraschten Gegner nach einer 23:19-Führung zwar nochmals herankommen lassen, vermochten sich dann aber doch noch mit 26:24-Punkten durchzusetzen.

2:0-Satzführung reichte nicht zum Sieg 

Im weiteren Verlauf häuften sich bei den Einheimischen aber erneut die Servicefehler, sodass der dritte Satz mit 25:22-Punkten an die Gäste ging. Im vierten Abschnitt gingen die Churer zwar mit 4:0-Punkten in Führung, büsste diesen Vorsprung aber vor allem wegen der sich nun häufenden individuellen Fehler postwendend wieder ein. Dieses Nachlassen ermöglichte es den Wilern, mit 25:23-Punkten den Satzausgleich zu schaffen. Jetzt war beim Aufsteiger die Luft aber endgültig draussen und die Äbtestädter bekundeten anschliessend keine Mühe, das Tiebreak des fünften Satzes mit 15:8-Punkten und das Spiel mit 3:2-Sätzen nach Hause zu bringen. 

Den Platzherren, die einen Punkt gewonnen, aufgrund des Spielverlaufs aber vielmehr deren zwei verloren haben, bleibt zumindest die Erkenntnis, dass sie durchaus konkurrenzfähig sind, solange sie ihre Leistung bringen. Gegenüber dem Saisonstart ist eine deutliche Steigerung unübersehbar. Gefragt sind nun harte, konsequente Arbeit und zweifellos auch etwas Geduld, um gezielt an den Defiziten arbeiten zu können und eine gewisse Konstanz zu erreichen. 

Erste Überraschungen in der Regionalliga

Die regionale Volleyball-Meisterschaft GSGL hat endlich an Fahrt aufgenommen, zumal nun alle Teams in den Spielbetrieb eingegriffen haben. Dabei ist es schon zu Überraschungen gekommen. 

In der 2. Liga der Frauen hat der VBC Arosa einen weiteren Rückschlag erlitten, indem er nur eine Woche nach der 0:3-Heimniederlage gegen Volley Näfels auch im Heimspiel gegen den VBC Chur eine doch eher unerwartete 1:3-Niederlage einstecken musste. Dadurch sind die Aroserinnen ins Mittelfeld zurückgefallen, dem nun auch der Stadtclub angehört. Eine klare Duftmarke gesetzt hat der Absteiger Rätia Volley, der dem bisher ungeschlagenen Volley Näfels beim 3:0-Auswärtserfolg keine Chance liess und auf den zweiten Platz vorgerückt ist. 

Anfangs nächster Woche stehen nun zwei Bündner Derbys auf dem Programm. Am Montag spielt der VBC Chur um 20:15 Uhr in der oberen Turnhalle des Schulhauses Lachen gegen Rätia Volley, während am Dienstag der VBC Bonaduz um 20:30 Uhr in der neuen Turnhalle Campogna auf den VBC Arosa trifft.

Volley Zizers und Volley Surselva an der Spitze

In der 3. Liga der Frauen besiegte Volley Zizers zu Hause den VBC Arosa 2 mit 3:1-Sätzen und ist derzeit verlustpunktloser Tabellenführer. In der 4. Liga der Frauen ist der Spitzenreiter VBC Chur 2 sogar noch ohne Satzverlust.

In der 2. Liga der Männer erlitt der VBC Chur 3 auswärts gegen den VBC Pfäffikon mit 0:3-Sätzen eine weitere Niederlage und hat als Schlusslicht noch keinen Punkt auf dem Konto. In der 3. Liga der Männer eroberte Volley Surselva dank seinem 3:1-Auswärtserfolg über den VBC March 2 die Tabellenspitze und Volley Zizers ist dank des 3:2-Heimsiegs gegen den TSV Jona Volleyball 4 auf den dritten Platz vergerückt.

 

Resultate und Ranglisten unter www.volleyball.ch und www.gsgl.ch

 

(Bild: Jürg Kurath/GRHeute)