Während andere Jungs in seinem Alter den Pumptrack unsicher machen oder auf dem Bolzplatz Bälle schiessen, zieht er mit seiner Kamera durch die Gegend: Dominik Schneiter, 14, hat die «Rhäzünser News Gruppe» gegründet.

Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Dominik Schneiter war zwölf Jahre alt, als er die «Rhäzüns News» gründete. Was die anderen Jungs machen, interessierte ihn nie; er ist in seiner Klasse ein «selbstgewählter Aussenseiter». Dominik Schneiter wollte die Welt sehen, am liebsten durch ein Objektiv, und weil er das mit anderen teilen wollte, kam es zu den «Rhäzüns News». Dort – und auf verschiedenen Social Media Kanälen – veröffentlicht er seine Fotos von den Anlässen, die er besucht hat.

«Ich bin relativ unprofessionell», sagt Dominik Schneiter über sich selbst. Für seine Einsätze bleibt ihm nur die Freizeit, «die Schule hat immer Priorität». Aber in den Ferien und an den Wochenenden ist er unterwegs, fährt mit der RhB an ihre Baustellen, besucht die Schlagerparade oder dokumentiert andere Anlässe. «Ich will versuchen, in Zukunft noch mehr Text zu liefern», sagt der Sekschüler, «aber das fällt mir noch schwer.»

Seine Eltern unterstützen ihren Sohn wo es geht und begleiten ihn bei Bedarf an Anlässe; seine Schwester, so sagt er, findet das komisch. «Meine Mitschüler respektieren mich und was ich tue», sagt Dominik Schneiter. «Aber ich bin ja auch erst am Start, das ist alles ganz neu und muss noch viel lernen.»

Sieht der junge rasende Reporter seine Zukunft denn überhaupt Journalismus? «Früher war das mein Traumberuf», sagt Dominik Schneiter. «Es wechselt aber immer wieder, und im Moment träume ich von einer Lehre als Koch.»

(Bild: GRHeute)