EHC Chur in einer Sackgasse

Der EHC Chur bringt in der Meisterschaft der MySports League weiterhin kein Bein vor das andere. Die Churer verloren nämlich am Samstag vor 552 Zuschauern im Thomas Domenig Stadion gegen einen in jeder Hinsicht mittelmässigen EHC Wiki-Münsingen absolut unnötig mit 1:2-Toren und verbleiben nach zehn Runden auf dem vorletzten Tabellenplatz. Für mehr Gesprächsstoff sorgte nach dem Spiel allerdings das Straftraining, das die Mannschaft von Konstantin Kurashev in aller Öffentlichkeit über sich ergehen lassen musste. Peinlich!

Im ersten Spielabschnitt passierte nicht viel, denn beide Teams spielten analog ihrer Tabellenlage wirr und konfus, sodass man zusammenhängende Spielzüge an einer Hand abzählen konnte. Die einzige nennenswerte Situation ereignete sich in der 8. Minute, als Stefan Baumgartner die Gäste nach einer 3:1-Situation mit 1:0-Toren in Führung bringen konnte. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen.

Nach der Pause übernahmen die Platzherren das Spieldiktat, ohne aber mit Ausnahme von Cyrill Bischofberger, der in der 28. Minute allein vor Lars Lenze im Kasten der Berner den 1:1-Ausgleich vergab, zu grossen Torchancen zu kommen. Individuelle Aussetzer in den Reihen des Stadtclubs führten gegen Ende des zweiten Drittels vielmehr dazu, dass der EHC Wiki-Münsingen zu einigen guten Abschlussmöglichkeiten kam. Dabei traf Stefan Baumgartner in der 37. Minute nach einem Fehlpass von Dennis Urech nur den Pfosten. Eine Minute später war es aber soweit, denn Yannick Joch konnte den Churer Torhüter Leon-Vincent Sarkis mit einem platzierten Schuss zur doch eher schmeichelhaften 2:0-Führung für den EHC Wiki-Münsingen überwinden.

Spiel auf ein Tor vor dem negativen Höhepunkt

In der zweiten Drittelspause schienen sich die Steinböcke einiges vorgenommen zu haben, denn sie schnürten ihren Gegner in den letzten 20 Minuten fast durchwegs in dessen Verteidigungzone ein und erspielten sich in der Folge ein klares Chancenplus. Sie übertrafen sich aber im Auslassen fast hundertprozentiger Torchancen, denn einzig Luca Infanger konnte in der 51. Minute mit einer Einzelleistung den mehr als verdienten 1:2-Anschlusstreffer erzielen. Weil sich an diesem Resultat bis zuletzt nichts mehr änderte, standen die Einheimischen also wieder einmal mit leeren Händen da.

Den Churern ausser der mangelnden Effizienz etwas vorzuwerfen, fällt eigentlich schwer, denn sie spielten mit viel Einsatz und waren insgesamt sicher die bessere Mannschaft. Am Ende zählt aber nur das Resultat, das leider erneut zu ihren Ungunsten ausfiel. Deshalb erscheint die Massnahme des nicht als Coach aufgeführten Konstantin Kurashev, seine Spieler spätabends mit Linienläufen zu bestrafen, als fragwürdig und kaum nachvollziehbar. Denn damit hat er zweifellos nicht erreicht, dass das Selbstbewusstsein und das Vertrauen in den Trainer steigt und die Chancenauswertung dadurch besser wird.

Am nächsten Mittwoch muss der EHC Chur auswärts gegen den EHC Bülach antreten, bevor eine Woche später um 20 Uhr der EHC Dübendorf im Thomas Domenig Stadion zu Gast sein wird.

Telegramm, Resultate und Rangliste unter www.sihf.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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