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Der Verein Tenna Hospiz hat am Samstag an einer öffentlichen Informationsveranstaltung das Modell für den Ersatzbau der ehemaligen Sennerei enthüllt. 40 interessierte BewohnerInnen aus dem Tal und der Region konnten einen ersten Blick werfen auf die «Alte Sennerei», Tenna – pflegegerechter Wohnraum im Safiental.

Othmar F. Arnold (Präsident) und Pascal Hofmann (Architekt) erläuterten das geplante Raumangebot für eine Senioren-Wohngemeinschaft und die bauliche Umsetzung des innovativen Betriebskonzeptes. Der Dialog wurde genährt durch kritische und klärende Fragen aus dem Publikum. Die Synthese zwischen stationärem, hindernisfreiem Angebot für Wohnraum und Betreuung und den ambulanten Diensten für Pflege und medizinischer Versorgung wurde vielen Anwesenden sichtbar. Damit lässt sich in einer abgelegenen Bergregion die Zeit im letzten Lebensabschnitt verlängern, in der die Betroffenen in vertrauter Umgebung, in unterstützter Selbstbestimmung und eingebettet in den Familienverbund und die Talgemeinschaft leben.

Othmar F. Arnold hat die Anwesenden informiert, dass der Verein nun die Baueingabe vorbereitet und weiterhin intensiv an der Mittelbeschaffung arbeitet. Bis Ende Jahr benötigt der Verein noch mindestens CHF 350’000 an Spenden und Zusagen, um einen Baubeschluss traktandieren zu können. Durch einen hohen Anteil an gemeinnütziger Finanzierung wird es möglich, die sechs Wohneinheiten in der zukünftigen Wohngemeinschaft zu einem Sozialtarif zu vermieten ohne die öffentliche Hand zusätzlich zu belasten. Der Baubeginn ist geplant im Frühjahr 2019, die Eröffnung ist vorgesehen am Welt-Hospiz-Tag am 10. Oktober 2020.
 
(Bilder: zVg./Architekt Pascal Hofmann erläutert das Model für die “Alte Sennerei” / Vereinsmitglieder mit dem Modell der “Alten Sennerei” vor der ehemaligen Sennerei in Tenna. V.l.n.r. Lea Moliterni, Daniel Casutt, Othmar F. Arnold, Bigna Zellweger, Pascal Hofmann)