Am Samstag unterlag der EHC Chur in der 8. Runde der Meisterschaft der MySports League vor der enttäuschenden Kulisse von nur 552 Zuschauern im Thomas Domenig Stadion dem EHC Dübendorf trotz einer über weite Strecken des Spiels guten Leistung mit 3:5-Toren und verbleibt mit acht Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. 

Es war nicht zum ersten Mal in dieser Saison keine zwingende Niederlage gegen einen körperlich starken Gegner, der es zwischendurch mit der Härte aber wohl etwas übertrieb. Zumindest hätte das von Steven Widmer kurz vor der ersten Drittelspause mit einem brutalen Check von hinten an Toni Szabo begangene Foul, das in der Folge zum Ausscheiden des Churers führte, nicht nur mit einer 2-Minuten-Strafe plus automatischer 10-Minuten-Disziplinarstrafe geahndet werden dürfen. Es sollte nicht das einzige Mal sein, dass sich die Einheimischen von Head-Schiedsrichterin Anna Maria Wiegand nicht ganz zu Unrecht benachteiligt fühlten, zumal diese nicht immer den gleichen Massstab anzusetzen schien.

Blitzstart des EHC Chur

Die Platzherren starteten wie die Feuerwehr und gingen schon in der 2. Minute durch Siro Rutzer auf Pass von Lukas Sieber mit 1:0-Toren in Führung. Die Dübendorfer reagierten aber vehement und erzielten zwischen der 6. und 10. Minute durch Simon Wettstein und zweimal Damon Puntus drei Treffer. Dabei machte das Defensivverhalten inklusive Torhüter Dario Caduff keine allzu gute Figur.

Diesem Zweitore-Rückstand sollten die Churer schliesslich das ganze Spiel hinterherrennen, denn die Anschlusstreffer durch Toni Szabo in der 11. Minute und Cyrill Bischofberger in der 35. Minute beantworteten die cleveren Gäste durch Simon Wettstein in der 28. Minute und Jann Falett in der 59. Minute ins leere Tor wieder mit dem Ausbau des Vorsprungs. Nicht zuletzt deshalb stand das Team von Coach Konstantin Kurashev am Schluss wieder einmal mit leeren Händen da.

Leistungsträger in der Pflicht

Der EHC Chur hat sich gegenüber dem Saisonstart zwar klar gesteigert. Was aber negativ auffiel, war die Tatsache, dass einige Leistungsträger höheren Ansprüchen nicht genügten und dass die Steinböcke den Einhörnern hinsichtlich Körpereinsatz deutlich hintenach hinkten, zumal sie kaum einmal einen Check fertigmachten.

Am nächsten Mittwoch müssen die Churer auswärts gegen den EHC Seewen antreten, bevor sie am darauffolgenden Samstag um 20 Uhr im Thomas Domenig Stadion den EHC Wiki-Münsingen empfangen.

 

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(Bilder: Jürg Kurath/GRHeute)