Obwohl die für Schmitten geplante Südumfahrung massiv in eine wertvolle Natur- und Kulturlandschaft eingreifen würde, seien keine Alternativen geprüft worden. Die Umweltorganisationen ziehen nun vor das Bundesgericht. 

Laut den Umweltverbänden wurde die Tunnelvariante jedoch zu wenig geprüft und die seien Baukosten zu stark gewichtet worden. Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission soll die Südumfahrung in einem Gutachten sogar als völlig unverhältnismässig bezeichnet haben.

Einer anderen Ansicht war das Bündner Verwaltungsgericht. Es hatte die Beschwerde der Umweltverbände vor einem Monat abgewiesen. Das Gericht habe wegen der Kosten eines Tunnelbaus gegen die Schutzinteressen entschieden, schreiben die Beschwerdeführer. Eine Lichtsignalanlage habe das Gericht als unzweckmässig bezeichnet.

Die Umweltverbände verlangen nun, dass eine landschafts- und naturverträgliche Verkehrslösung umgesetzt wird und fechten den Entscheid vor dem Bundesgericht an.

(Quelle: zVg., Bild: Adrian Michael/Wikipedia)