Der Transruinaulta und der Transviamala sind beliebt. Vor allem bei den Frauen. Sie bilden am Wochenende des 20./21. Oktober fast die Hälfte des rund 2000-köpfigen Starterfeldes. Grossen Gefallen an den beiden Laufveranstaltungen finden auch Doris und Lena Kropf.

Männer, aufgepasst!  Eine Premiere lässt den Frauenanteil in die Höhe schnellen. Bei der Transviamala Curta haben sie gar schon die Führungsposition übernommen. Ebenso bei der neuen und ebenfalls vorzeitig ausgebuchten Schluchtenprinz/-essin-Wertung. Aufnahme in diesem Klassement finden Läufer und Läuferinnen, die am Sonntag, 21. Oktober, die 11,5 Kilometer lange Transviamala Curta von Thusis nach Donat und einen Tag davor die Premiere der 24 Kilometer messenden Transruinaulta Curta von Ilanz nach Rhäzüns meistern.

Zu den Anwärterinnen auf die Bezeichnung Schluchtenprinzessin zählt Lena Kropf. Die talentierte Sportlerin aus Rabius, die Langlaufen als Hauptsportart betreibt, lenkte das Interesse am Transviamala bereits 2014 auf sich. Damals beendete sie die «Curta» als notabene 14-Jährige an zweiter Stelle. Dabei wäre sie noch an der Cursa da juniors startberechtigt gewesen. Von der Nachwuchsbühne am Transviamala verabschiedete sie sich 2016 mit einem überlegenen Sieg (mehr als vier Minuten Vorsprung).

Mit der Tochter und Arbeitskolleginnen

Nun betritt Lena Kropf Neuland. Nicht nur wegen ihrer Teilnahme an der Premiere der Transruinaulta Curta, sondern auch, da sie erstmals innerhalb von 24 Stunden zweimal an einer Startlinie steht. «Dieser Herausforderung stelle ich mich, weil ich es als spannend erachte, zwei Läufe zu bewältigen, die dann zusammen gewertet werden. Aber auch, da ich die beiden Distanzen sehr gerne absolviere, die Strecken wunderschön und die Läufe top organisiert sind», erklärt die 18-Jährige.

Von der «abwechslungsreichen Strecke» und der «vorzüglichen Organisation» schwärmt auch Lenas Mutter Doris Kropf. Sie gehört zu den treusten Starterinnen am Transviamala und war auch bei dessen Vorgänger, dem Schamserlauf, regelmässig dabei. Aber nicht nur das: Bei der «Curta» lief sie mehrmals zuoberst aufs Podest. Zuletzt 2016. Auch heuer bestreitet die 48-Jährige diese Strecke. Speziell für sie ist diesmal, dass neben der Tochter auch einige ihrer Arbeitskolleginnen vom Regionalspital Surselva in Ilanz starten. «Seit Frühling laufen wir einmal pro Woche zusammen und nehmen nun an einigen Läufen teil.»

Stimmungsvolles Erlebnis statt purer Leistung

Mitunter ist es also auch Doris Kropf zu verdanken, dass die Frauen bei der Transviamala Curta die Oberhand haben. Über alle Läufe betrachtet – zu den Kurzstrecken gibt es je eine Originaldistanz über 19 (Transviamala) beziehungsweise 42,2 Kilometer (Transruinaulta) sowie zwei Walking-Kategorien – beträgt der Anteil des weiblichen Geschlechts unter den aktuell rund 2000 Gemeldeten exakt 44 Prozent.

Was ist denn der Grund für die hohe Frauenquote auf den beiden Kurzdistanzen? Im Vordergrund steht nicht die pure Leistung, sondern das stimmungsvolle Erlebnis inmitten einer idyllischen Landschaft. Aber auch «die Tiba am Start, die Brücke beim Zieleinlauf, der professionelle Speaker, der sich in der Region auskennt, das lokalgeprägte Finishergeschenk, die Pizzokels zum `z`Mittag`, das riesige Kuchenbuffett und die verschiedenen Generationen unter den Helfenden – all dies ist in der Szene einzigartig», sagt die Lauf erfahrene Doris Kropf.

Die Läufe im Überblick

Transruinaulta: Ilanz–Thusis/42,2 Kilometer/1800 Höhenmeter/Intervallstarts ab 9.15 Uhr.
Transruinaulta Curta: Ilanz–Rhäzüns/24 Kilometer/780 Höhenmeter/Intervallstarts ab 10.30 Uhr.

Transviamala: Thusis–Donat/19 Kilometer/950 Höhenmeter/Startblock mit Overall-Tagessieganwärter 10.00Uhr / Intervallstarts ab 10.05 Uhr.
Transviamala Curta: Thusis–Donat/11,5 Kilometer/720 Höhenmeter/Intervallstarts ab 10.05 Uhr.

Schluchtenkönig/-in: 42,2 und 19 Kilometer.
Schluchtenprinz/-essin: 24 und 11,5 Kilometer.

Transviamala Walk: Thusis–Donat/15,8 Kilometer/930 Höhenmeter/Start um 10.55 Uhr.
Transviamala Curta Walk: Thusis–Donat/11,5 Kilometer/720 Höhenmeter/Start um 10.55 Uhr.

Informationen: www.transruinaulta.ch und www.transviamala.ch
 

 

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