Nachdem in den letzten Jahren in Graubünden leistungsmässig immer der Frauenvolleyball im Vordergrund gestanden und auch dementsprechend bevorzugt gefördert worden ist, hat sich die Situation insofern geändert, dass unser Kanton in der bevorstehenden Saison nach dem Abstieg von Rätia Volley und Moesa Volley aus der 1. Liga und dem Aufstieg des VBC Chur in die 1. Liga nur noch bei den Männern im nationalen Geschehen vertreten sein wird.

Während bei den Frauen die Relegation des Aufsteigers Moesa Volley den Erwartungen entsprach und diejenige von Rätia Volley sich schon frühzeitig abzeichnete, stellte die Promotion der Männer des VBC Chur doch eine riesige positive Überraschung dar. Es ist aber zweifellos allen Beteiligten bewusst, was für eine schwierige, fast unlösbare Aufgabe den Stadtclub erwartet.

Männer des VBC Chur nehmen die Herausforderung der 1. Liga an

Als Trainer und Coach konnte der Deutsche Jan-Achim Landen verpflichtet werden, dem folgende Spieler zur Verfügung stehen: Mirco Ackermann, Philipp Brunner, Nino Caduff, Marcel Camenisch, Jürg Conrad, Sven Fux, Bartosz Konsek, Tobias Küng, Philippe Riedler, Gian-Luca Thuner, Simon Schneider und Clau Quinter. Das eine gute Mischung aufweisende Team, das sich aus erfahrenen Spielern und zwei Nachwuchstalenten zusammensetzt, ist durchschnittlich 185 Zentimeter gross und 25 Jahre alt.

Nebst regelmässigen Trainings, die in Chur und in Bad Ragaz stattfanden, wurden die Turniere in Davos und in Chur bestritten. Am nächsten Samstag steht nun vorerst noch der erste Einsatz im Mobiliar Volley Cup auswärts gegen den 2. Ligisten Wädivolley auf dem Programm, bevor dann am übernächsten Sonntag der Meisterschaftsauftakt in Uster erfolgt. Wenn man in Betracht zieht, wie sich beispielsweise der STV St. Gallen, der andere Aufsteiger, auf diese Saison hin verstärkt hat, sind die Churer in der nationalen 1. Liga-Meisterschaft zwar krasse Aussenseiter, haben aber auch nicht allzu viel zu verlieren.

Die ersten acht Heimspiele des VBC Chur finden jeweils am Samstag um 16 Uhr in der Sporthalle Sand, das letzte dagegen in der Mehrzweckhalle Untervaz statt und zwar an diesen Daten gegen folgende Gegner:

20. Oktober 2018 – VBC Voléro Zürich 2
10. November 2018 – STV Wil
24. November 2018 – VBC Andwil-Arnegg
01. Dezember 2018 – STV St. Gallen
15. Dezember 2018 – Volley Uster
22. Dezember 2018 – TSV Jona Volleyball 2
12. Januar 2019 – Volley Amriswil 2
26. Januar 2019 – TV Lunkhofen
16. Februar 2019 – VBC Einsiedeln
 

Spannende Ausgangslage in der regionalen 2. Liga der Frauen

Mitte Oktober beginnt auch die regionale Meisterschaft GSGL, wobei Graubünden in der 2. Liga mit insgesamt sechs Teams, das heisst vier bei den Frauen und zwei bei den Männern, vertreten sein wird.

Bei den Frauen werden der 1. Liga-Absteiger Rätia Volley und der im Vorjahr zweitplatzierte VBC Arosa zweifellos ein ernstes Wörtchen im Kampf um den Gruppensieg mitreden wollen. Daneben sind aber auch Pizol Volley, der VBC Bonaduz und Volley Näfels nicht zu unterschätzen. Für den VBC Chur wird es in erster Linie darum gehen, sich von allem Anfang an aus dem Abstiegskampf herauszuhalten. Die restlichen Teams in der höchsten Regionalliga sind der TSV Jona Volleyball, der VBC Linth, der VBC Pfäffikon und Volley Mauren-Eschen.

Bei den Männern werden sich der VBC Chur 2 und der VBC Chur 3 gegen Volley Näfels 3, Volley Näfels 4, den letztjährigen Gruppensieger TSV Jona Volleyball 3, den VBC Galina, den VBC March und den VBC Pfäffikon wohl eher nach hinten orientieren müssen.

(Bilder: Jürg Kurath)