Die Val Lumenzia hütet einen grossen Reichtum an kulturellen Schätzen. Diese stehen an den ersten Kulturwandertagen in der Val Lumenzia vom 5. bis am 7. Oktober 2018 im Zentrum des Geschehens.

Das grösste Seitental der Surselva, die Val Lumnezia, birgt viele Kulturgüter. Seien dies die Kapellen und Kirchen, Kraftorte sowie die mittelalterlichen bis ganz modernen Bauten. Geprägt ist das Tal durch spannende Sagen und eine abwechslungsreiche Geschichte. Die romanische Sprache spielt hier eine grosse Rolle. Die grösste Kristallgruppe Europas zeugt von der eindrücklichen Natur und ihrer Beschaffenheit. Das Leben in der Val Lumnezia ist geprägt von den, bis heute sehr aktiven, Chören. Die Landwirtschaft hat einen grossen Einfluss, einheimische Produkte finden in den Geschäften und auf Märkten ihren Absatz und selbstproduzierte Köstlichkeiten bereichern das Gastronomieangebot. Um all diese vielfältigen Kulturgüter kennen zu lernen, führt die Surselva Tourismus die ersten Kulturwandertage mit verschiedenen Partnern der Region durch. Das Programm ist so abwechslungsreich, wie die verschiedenen Angebote und Gegebenheiten im Tal des Lichts. Die verschiedenen Veranstaltungen können auch einzeln reserviert bzw. besucht werden.

Am Freitag starten die Interessierten auf eine Wanderung von Vrin nach Surcasti. Nach einer kleinen Ortsführung in Vrin führt der Weg über Surin vorbei an der bronzezeitlichen Siedlung Crestaulta über eine Hängebrücke nach Silgin und schlussendlich nach Surcasti. Unterwegs erzählen die Kulturführer spannende Geschichten zu Kirchen, Kapellen, Kraftorten und vielem mehr. Anschliessend findet die eindrucksvolle Ortsführung in Surcasti/Uors statt. Am Fusse der Bergkette des Péz Ault, auf einer Moräne gelegen, befindet sich das sagenumwobene Dorf, mit zum Beispiel der Kirche von S. Luregn, dem Panoramamenhir und dem Crap dalla Gneida. Am Abend steht ein Orgelkonzert mit Franziska Staehelin in der Talkirche Sogn Vintschegn in Vella/Pleif auf dem Programm. Es ertönen nicht nur klassische Orgelstücke, sondern auch Evergreens, Volksmusik und Filmmusik. Dazwischen erzählt Historikerin Anne-Louise Joël von der buchstäblich bewegten Baugeschichte der Kirche, von Türken und von tapferen Frauen in der Lumnezia.

Am Samstag führt eine Wanderung von Lumbrein hinauf in Richtung Planzzeas und Stumiaus. Nach einem kurzen Aufstieg durch den Wald, über Bergwiesen und Alpweiden geht es bis zu den Ställen der Alp Staviala Vedra. Unterwegs erhalten die Wanderer eine Einführung in die romanische Sprache. Auf der Alp steht ein kleines Alpmuseum. Lumbrein ist bekannt für die alljährliche Prozession am Kirchweihfest im Oktober. Auf einer Ortsführung lernen die Besucher die verwinkelten Gassen, die mittelalterlichen Wohntürme der Herren von Lumerins, die stattlichen Häuser der „Franzosenlumbreiner“ kennen und erfahren mehr über die religiösen Traditionen. Die Führung endet bei der riesigen Kristallgruppe vom Péz Regina in der Casa d’Angel. Am Abend folgt ein weiterer Höhepunkt am Badesee Davos Munts, die Fiasta d’atun / das Herbstfest «Da nus per nus» mit einem bunten Markt und Chorgesängen. Die Besucher geniessen einen unvergesslichen Herbstabend bei kulinarischen Köstlichkeiten der Region und musikalischen Darbietungen der Chöre Canorus, Chor Suraua, Chor mischedau Vrin/Surin und dem Chor mischedau Vignogn.

Am Sonntag, an einem gemütlichen Brunch in der «Il Mulin» in Morissen, findet nochmals ein Austausch zu den gewonnenen Eindrücken der letzten Tage statt. Gleichzeitig werden die feinen Spezialitäten genossen. Anschliessend wird in der «Il Mulin» ein Workshop Mehl und Brot backen durchgeführt. Das alte Handwerk des Korn Mahlens wird gezeigt und aus dem Mehl dann selbst Brot gebacken. Mit den feinen Broten im Gepäck verlassen die Besucher die ersten Kulturwandertage Val Lumnezia.

 

(Bild: zVg.)

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