Ständerat Stefan Engler galt als einer der Favoriten für die Nachfolge von Doris Leuthard. Nach dem Rücktritt der Bundesrätin macht er aber klar: «Ich stehe nicht als Bundesrat zur Verfügung.»

Vier Mal im Jahr drei bis vier Wochen Session, dazu unzählige Kommissionssitzungen und anderes: Für Stefan Engler ist das genug Präsenz in Bern. «Ich kann nicht mein Leben und das meiner Familie auf den Kopf stellen», sagt er. «Ausserdem bin ich nicht der Kosmopolit, den man für diese Aufgabe sein sollte.»

Mit anderen Worten: Das Kandidatenfeld für die Nachfolge der zurück getretenen  CVP-Bundesrätin Doris Leuthard hat sich um eine Person verkleinert. «Ich will nicht Bundesrat werden», sagte Stefan Engler auf Anfrage zwischen Vorstandssitzung und Nachtessen in Bern. «Ich bin viel zu fest verankert in Graubünden.»

Das Kandidatenkarrussell für die beiden zurück getretenen Bundesräte – neben Doris Leuthard gab diese Woche auch Johann Schneider-Ammann seine Demission bekannt – beginnt sich erst zu drehen. «Wir werden ganz sicher mit Martin Candinas Gespräche führen», sagte Stefan Engler. Wer am Schluss gewählt werde, hänge aber auch davon ab, wen die FDP als Kandidatin oder Kandidaten aufstelle.

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