Am Mittwoch war der EHC Chur in der 3. Runde der Meisterschaft der MySports League im Berner Oberland zu Gast, wo er vor 307 Zuschauern auf der Kunsteisbahn Grabengut im Duell der beiden Habenichtse auf den ebenfalls noch punktelosen Tabellennachbarn EHC Thun traf. 

 
Churs Trainer Konstantin Kurashev musste in diesem Spiel aus verschiedenen Gründen auf Patric Schwab, Andreas John, Claudio Engler, Lars Arpagaus, Dario Horber, Cyrill Bischofberger, Luca Infanger, Alexander Tkachenko, Dennis Ehinger, Sandro Rossi und Denis Vrabec verzichten. Dafür kamen die Nachwuchstalente Jan Monstein, Maurin Tosio und Mauro Neurauter zum Einsatz.
 
Die Partie entwickelte sich anfänglich zwar nicht nach dem Geschmack der Churer, denn der Tabellenletzte konnte in der 7. Minute durch einen Treffer von Yannick Gugelmann mit 1:0-Toren in Führung gehen. Die Gäste liessen sich dadurch aber überhaupt nicht aus der Ruhe bringen und schossen durch Simon Scherrer in der 14. Minute und Toni Szabo in der 17. Minute zwei Tore zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung des EHC Chur nach dem ersten Drittel.
 
In der 29. Minute war es dann zuerst Curdin Lampert, der den Vorsprung der Steinböcke in Überzahl auf 3:1 ausbauen konnte, bevor Joel Reymondin die Einheimischen kurz vor Drittelsende mit seinem Powerplaytreffer wieder bis auf ein Tor heranbrachte. So mussten notgedrungen die letzten 20 Minuten oder die Overtime bzw. das Penaltyschiessen die endgültige Entscheidung bringen.
 
Wie gewonnen, so zerronnen
In der 49. Minute war Cedric Sieber zwar für den vierten Treffer der Gäste besorgt, doch die Thuner liessen sich nicht abschütteln. Nur zwei Minuten später sorgte nämlich Joel Eicher mit dem erneuten Anschlusstreffer dafür, dass die Spannung in dieser Begegnung erhalten blieb. Es sollte aber noch schlimmer kommen für die Churer, denn Fabian Boss konnte in der 58. Minute in Überzahl sogar noch den 4:4-Ausgleich erzielen. Bei diesem Spielstand blieb es dann auch bis zum Ende der regulären Spielzeit.
 
In der Overtime kam es dann, wie es kommen musste, denn die Gäste kassierten in der 62. Minute erneut eine 2-Minuten-Strafe, die Simon Studerus in der 63. Minute zum 5:4-Siegestreffer für den EHC Thun ausnützen konnte. Deshalb mussten die Steinböcke mit nur einem einzigen Punkt im Gepäck die lange Heimreise antreten.
 
Am nächsten Samstag tritt der nun EHC Chur erstmals in der laufenden Meisterschaft auf eigenem Eis an, wenn er um 20 Uhr im Thomas Domenig Stadion Hockey Huttwil empfängt. Wenn die Churer nicht schon frühzeitig ernsthaft in Rücklage geraten wollen, ist gegen den zweiten Berner Gegner in dieser Woche der erste Saisonsieg absolute Pflicht.
 
 
(Bild: GRHeute)