Am Freitag startet für den HC Davos in Lugano die Eishockey-Meisterschaft 2018/19: Die Bündner müssen dieses Jahr budgetbedingt auf ein vergleichsweise junges Kader setzen. Zwei der jungen Davoser, von denen der HCD dieses Jahr einen Sprung nach vorne erhofft, sind der 22-jährige Verteidiger Fabian Heldner und sein fast gleich alter Teamkollege im Sturm, der Prättigauer Tino Kessler. GRHeute hat mit ihnen gesprochen.

 

Bald gehts los, wie lief aus Eurer Sicht die Vorbereitung?

Fabian Heldner: Es lief nicht schlecht, wir hatten zwei internationale Turniere im tschechischen Hradec Kralove und in Riga in Lettland gegen starke Teams aus der KHL, die schon jetzt auf einem hohen Niveau spielen. Das hat uns sicher vorwärts gebracht.

Tino Kessler: Bei einigen dieser Gegner hat die Saison schon begonnen, insofern waren viele schon im Rhythmus. Aber als Vorbereitung lief es uns recht gut, auch wenn noch Luft nach oben bleibt.

 

Davos hat zahlreiche Abgänge zu beklagen und ein ziemlich junges Team. Was darf man vom HCD 2018/19 erwarten?

Tino Kessler: Das ist richtig, wir hatten schon viele Abgänge, aber dafür haben wir auch einen neuen, frischen Wind in der Garderobe. Die Neuen haben sich gut eingelebt. Es ist schwierig zu sagen, was man erwarten kann. Sicher ist die Playoff-Qualifikation ein Muss, aber sonst weiss man noch nicht so genau, wo man steht, bis es endlich losgeht.

Fabian Heldner: Es ist Tatsache, dass wir ein junges Team sind, aber wir haben dadurch auch viel Steigerungspotenzial, können uns im Verlauf der Saison verbessern. Wir müssen sicher zuerst einmal die Playoffs schaffen, dann kann viel passieren.

 

Und was sind Ihre persönlichen Ziele?

Fabian Heldner: Ich konnte letzte Saison nie richtig schmerzfrei spielen, das ist heute anders und soll auch so bleiben. Ich möchte persönlich wieder ein paar Schritte als Eishockeyspieler vorwärts kommen.

Tino Kessler: Mein Ziel ist es sicher auch, verletzungsfrei durch die Saison zu kommen und auf dem Eis mehr Verantwortung zu übernehmen. Ich will meine Fähigkeiten entwickeln, taktisch reifer werden. Ich kann viel von erfahrenen Spielern wie Andres Ambühl lernen, aber ich kann kein Andres Ambühl werden. Ich muss mich als Tino Kessler durchsetzen.

 

Ihr habt auch einige neue ausländische Verstärkungsspieler, habt aber mit Broc Little Euren Topskorer des letzten Winters verloren. Shane Prince hat in der Vorbereitung gezeigt, dass er ihn ersetzen kann, oder?

Fabian Heldner: Little war läuferisch vielleicht etwas aktiver, aber Prince hat ein besseres Auge und einen sehr guten Schuss. Er ist ein klassischer Skorer mit einem grossen Torriecher.

Tino Kessler: Shane Prince ist ein typischer Amerikaner: Sehr konsequent, mit grossem Selbstvertrauen, ein sehr guter Schlittschuhläufer mit einem starken Schuss.

 

 

Und wie hat Euch Coach Arno del Curto auf die Saison eingestellt. Ist der HCD durch die «Blutauffrischung» wieder eine «junge, wilde» Truppe?

Fabian Heldner: Wild ja, aber in einem gesunden Mass. Wir sind eine Mannschaft mit extrem jungen Spielern, aber auch mit einigen Routiniers. Es war wichtig, dass wir eine gute Vorbereitung hatten. Denn es ist eine Herauforderung, zu einem Team zusammenzuwachsen. Aber ich bin sicher, dass sich diese Mannschaft finden wird.

Tino Kessler: Letztlich kommt es genau darauf an. Dass wir als Mannschaft zusammen arbeiten und an einem Strick ziehen. Dann ist eine sehr gute Saison möglich.

 

Infos und Storys zum Saisonstart

  • Zur Kaderliste der HC Davos 2018/19 gehts hier.
  • Tickets für die Heimpremiere vom Samstagabend gegen Ambri-Piotta gibts hier.
  • Zu den fünf wichtigen Fragen zum HCD vor dem Saisonstart am Wochenende gehts hier.
  • Zum neuen Goalie Anders Lindbäck, und was das für den HCD bedeutet, gehts hier.
  • Zum Matchbericht des letzten «Vorbereitungsspiels» vom Dienstag gehts hier. 

 

(Bilder: HC Davos)