Topmotiviert traten die Emserinnen am Wochenende gegen den FC Amriswil an. Trotz des Spielermangels auf dem Emser Bänkli waren sie zuversichtlich, den von der 1. Liga abgestiegenen Amriswilerinnen Paroli zu bieten.

Anfangs konnten die Emserinnen das Spiel dominieren und waren mehrheitlich in Ballbesitz. In der 17. Minute dann die erste gefährliche Abschlussmöglichkeit des Heimteams. Lea Tschalèr gelang es, sich gegen die Verteidigung des FC Amriswil durchzusetzen. Sie setze zum Schuss an, welcher von der Torhüterin abgeblockt wurde. Lauernd auf den Abpraller versuchte es die nachgerückte Corina Barandun, verfehlte dann das Tor aber um einige Zentimeter. Den Emserinnen boten sich noch weitere Torchancen an, doch niemand konnte sich durchsetzen. Das Spiel entwickelte sich zu einem hektischen Kick-and-Rush. Aufgrund von eigenverursachten Fehlern der Bündnerinnen konnten sich die Amriswilerinnen das Zepter des Spiels schnappen. Zusätzlich herrschte Unordnung in den Emser Reihen, was den Gästen viel Platz verschaffte. Der Führungstreffer liess nicht lange auf sich warten. Nach einem Fehler im Mittelfeld gelang es dem Gastteam sich durchzusetzen und das Leder im Tor zu platzieren. Ähnliches Szenario sieben Minuten später. Das dominierende Ems von den ersten 20 Minuten war nirgends zu sehen. Mit einem Punktestand von 0-2 verabschiedeten sich die beiden Teams in die Halbzeitpause.

Durch eine taktische Umstellung in den Emser Reihen, wehte plötzlich ein anderer Wind. Die Vial-Elf war wie ausgewechselt und stürmte mit gezielten Angriffen Richtung gegnerisches Tor. Zur Freude der Emserinnen schoss Ursina Kühne bereits in der 50. Minute den Anschlusstreffer. Früh genug um noch im Spiel zu bleiben. Die Bündnerinnen drehten noch weiter auf. Ein gefährlicher Abschluss von Nicole Gartmann, eine Freistossmöglichkeit für Anke Brunner und weitere Chancen reihten sich aneinander. Zum Vorteil des FC Amriswil öffneten die Emserinnen ihre Defensive, versuchten die Offensive somit zu stärken. Ein anfälliges Spiel für Konter. Trotzdem agierten die Emser Verteidigung wie auch Bianca Flury, welche als Feldspielerin bereits das zweite Mal das Tor hütete, souverän. Sie holten sich die Bälle und wehrten mit allen Mitteln Angriffe ab. Der Kampfgeist war da. Dieser zahlte sich aus. Mit einem Pass in die Tiefe tricksten die Emersinnen die Gäste aus, denn Lea Tschalèr wartete nur darauf und schob den Ball an der Gegnerin vorbei. Gleichstand in der 62. Minute. Das Spiel blieb weiter spannend. Schlussendlich reichte es beiden Teams nicht mehr für einen Siegestreffer, die Partie endete mit einem Unentschieden.

Die Bündnerinnen können von Glück sprechen, dass sie die Partie doch noch kehren konnten. Trotz den nur elf zur Verfügung gestandenen Spielerinnen reagierten sie nach Anfangsschwierigkeiten auf einen Rückstand. Im nächsten Spiel wartet der FC Wittenbach auf die Vial-Elf. Die St. Gallerinnen haben noch eine Rechnung zu begleichen, was sie nicht daran hindern wird ihre Ellenbogen auszupacken.

SPIELTELEGRAMM:
DFC Ems – FC Amriswil 2-2 (0-2)
EMS-Arena Vial
Tore: 0-1 (33′ FC Amriswil), 0-1 (40′ FC Amriswil), 1-2 (50′ Kühne), 2-2 (62′ Tschalèr)
DFC Ems: Flury, Cammarota, Nigg, Brunner, Lerchi, Dermond, Riedi, Gartmann N. (C), Tschalèr, Kühne, Barandun
FC Rapperswil-Jona 2: Kirchhofer, Nyffenegger, Engeler, Rickenbach, Schori (C), Schoop, Guerreiro
Viriato C. V., Gurtner, Staub, Hungerbühler, Niedermann, Guerreiro Viriato T., Longo, Colucci