Graubünden Ferien und andere Wirtschaftsvertreter verfolgen am Innocircle Vorhaben, die den Aufenthalt für Feriengäste in Graubünden noch angenehmer machen. An der dritten Austragung dieses Anlasses wurden zehn Initiativen vorangetrieben.

«Der Innocircle ist die Austauschplattform für touristische Bündner Innovationen.» Mit diesen Worten eröffnete Martin Vincenz, CEO von Graubünden Ferien (GRF), den Innocircle vom 23. August 2018. Für die dritte Austragung dieses von Graubünden Ferien ins Leben gerufenen Anlasses, trafen sich Touristiker und andere Wirtschaftsvertreter bei der ÖKK in Landquart.

Ferien zusammen mit dem Haustier verbringen
Die Idee «Ferien mit Haustier» ist ein Projekt, das bereits im letzten Innocircle vorgestellt wurde und sich aktuell in der Pilotphase befindet. Im Hotel Gravas in Vella können Gäste ihre Katzen, Nagetiere, Vögel oder Hunde mitbringen und finden vor Ort alles, was für das Wohl ihrer Lieblinge wichtig ist: Tiernahrung, Hygieneausrüstung oder Behausungen. «Es fehlen Angebote für Gäste, die ihre pelzigen und gefiederten Freunde, statt in einem Heim abzugeben, in die Ferien mitnehmen möchten», sagt Mik Häfliger, Leiter Innovationsmanagement von GRF. Das touristische Potenzial sei gross.

Gäste bewerben sich bei Hotels um Übernachtungen
Eine weitere innovative Idee ist die geplante Buchungsplattform «bunanotg». Revolutionär daran ist, dass sich die Hotels nicht mehr mit einem Preisvorschlag an den Gast wenden, sondern der Gast dem Hotel einen Betrag nennt, zu dem er bereit wäre, dort zu übernachten. Die Betriebe können so insbesondere in der Zwischensaison das Haus besser auslasten und neue Kunden gewinnen. Die Plattform funktioniert kommissionsfrei. Um Dumpingpreisen vorzubeugen, sind je nach Destination und Hotelklassifizierung Mindestbeträge vorgegeben. Weiter wurden folgende Vorhaben besprochen: Der Einsatz von Guuru.com, einer Chatplattform zur Ergänzung der Gästeinformation, eine Automatisierung der Bewirtschaftung von Ferienwohnungen sowie ein Tür-zu-Tür-Gepäckservice für Gäste, die mit dem öffentlichen Verkehr anreisen.

Innovationen im Schnellverfahren umsetzen
Am Innocircle wurden die besten Ideen, die vorgängig über die touristische Innovationsplattform «Innotool» eingegeben wurden, von den verantwortlichen Personen vorgestellt. Dazu gehörten alternative Beherbergungsformen, Schlechtwetterangebote sowie eine auf die Westschweiz ausgerichtete Kampagne. Den Abschluss machte GraubündenHIKE mit einem Ausblick in die Zukunft des Wanderns in Bezug auf die Digitalisierung. Anschliessend konnten die Teilnehmenden per App abstimmen, ob ein Vorschlag weiterverfolgt werden soll. Dieses Vorgehen sorgt dafür, dass Innovationen rasch vorangetrieben werden. So liegt die Zeitspanne zwischen Ideeneingabe und Pilotversuch bei wenigen Wochen.

 

(Bild: zVg.)