Der Regionalflughafen Samedan bereitet sich auf seine Zukunft als moderner Non-Schengen Regionalflughafen vor. In mehreren Etappen sollen die bestehenden Hochbauten ersetzt und die weitere Infrastruktur ausgebaut werden. Das Siegerprojekt aus einem Studienauftrag stammt von Hosoya Schaefer Architects / Blarer & Reber Architekten; es wird nun zum Bauprojekt weiterentwickelt.

Der höchstgelegene Regionalflughafen Europas in Samedan soll modernisiert und entwickelt werden. Dazu hat die Infrastrukturunternehmung Regionalflughafen Samedan einen Studienauftrag ausgeschrieben. Eine Fachjury hat die Arbeiten von Hosoya Schaefer Architects und Blarer & Reber Architekten zum Siegerprojekt gewählt. Es wird nun zu einem Bauprojekt weiterentwickelt, welches dann in Phasen realisiert werden soll.

Eine erste Entwicklungsphase umfasst Massnahmen zur langfristigen Sicherung des Betriebs durch den Ersatz zwingend betriebsrelevanter Infrastruktur. Das Betriebsgebäude «Landside» mit Terminal, Kontrollturm, Büroräumlichkeiten, Restauration sowie der gesamten Personen- und Warenkontrolle steht im Mittelpunkt dieser Phase. Südwestlich davon entstehen neue Helikopterhangars für die REGA und weitere regionale Helikopterunternehmen. Es ist vorgesehen, die erste Phase ab dem Jahr 2021 zu realisieren.

Der Regionalflughafen in Samedan habe eine grosse Bedeutung für das Engadin und den Kanton Graubünden, sagte Regierungspräsident Dr. Mario Cavigelli bei der Projektpräsentation. Als Arbeitgeber und Zubringer für den Tourismus sei er ein wichtiger Wirtschaftsmotor und als Basis für Rettungs- und Transportflüge der lokalen Helikopterunternehmen trage er massgeblich zur Versorgungssicherheit der Region bei.

«Das Siegerprojekt hat uns durch seine räumliche Flexibilität und seine Funktionalität, die klare Formensprache und die gute Wirtschaftlichkeit überzeugt», sagte Christian Meuli, Präsident der Verwaltungskommission der Infrastrukturunternehmung. Die Modernisierung des Flughafens sei auch für den Tourismus dringend notwendig, betonte Gerhard Walter, CEO der Engadin St. Moritz Tourismus AG: «Ein Flughafen ist eine besondere Visitenkarte für eine Destination. Es ist wichtig, dass unsere Gäste entsprechend empfangen werden und dass sie auch beim Verlassen des Engadins einen bleibenden Eindruck mitnehmen.»

Zur weiteren Modernisierung des Betriebs sollen nordöstlich des Kontrollturms in den späteren Entwicklungsphasen auch neue Hallen für Betriebsfahrzeuge und Feuerwehr sowie Flugzeughangars entstehen. Parallel zum Ersatz der Hochbauten werden auch die Erneuerung und die Anpassung von Vorfeldflächen, Rollwegen und Parkplätzen umgesetzt sowie technische Anlagen auf den heutigen Stand gebracht.


Das Siegerprojekt und die vier anderen Studien sind ab sofort am Flughafen Samedan ausgestellt. Die Ausstellung kann vom 28.08. bis 16.09.2018 täglich während der Betriebszeiten (08:00 – 19:00 Uhr) des Regionalflughafens im OG der Einbauten in Hangar 1 besucht werden (Anmeldung im C-Büro).

 

(Visualisierungen: zVg.)