Dass er politische Ambitionen hat, ist kein Geheimnis: Der parteilose Alfred Bühler ist seit Jahren quer durch die Schweiz in Sachen Musik und Kultur unterwegs. Nun hat er seine Kandidatur für den Nationalrat bekannt gegeben.

«Die vielen Kontakte, Begegnungen, Eindrücke und vor allem die Liebe zu diesem wunderbaren Land» – so begründet Alfred Bühler seine Entscheidung, als Unabhängiger für Graubünden in den Nationalrat einziehen zu wollen. Dass er – «noch», wie es in einer Medienmitteilung heisst – keine Partei im Rücken hat, schreckt den Kandidaten nicht ab: «Ich bin kein klassischer Parteipolitiker. Ich denke, dass da einiges noch in Bewegung kommt und auch die Parteien werden sich ein Stück weit neu erfinden müssen. Vor allem in Graubünden.» Fortschritt, Offenheit und grosse Sozialkompetenz sei ihm wichtig: «Eine Regierung ist nicht um sich selbst willen im Amt, sondern für die Menschen.»

Der ehemalige Radiojournalist und Lehrer führt heute eine eigene Firma für Bildung, Events und Netnews – er ist vor allem mit seinem Volksmusik-Portal www.musikpost.ch bekannt geworden. Chancen für eine Wahl sehe er durchaus. «Aber ohne harten Einsatz dafür wird gar nichts gehen. Die Zeit bis zum Herbst 2019 ist knapp und erzwingen kann man eh nichts. Was ich aber weiss, ist, dass ich ein guter Wahlkämpfer sein werde.»

«Kann die Chancen nicht beurteilen»

In einer ersten Phase sammelt er Spendengelder und lotet seine Chancen aus. «Auch wenn es beim ersten Anlauf nicht klappen sollte, ist es eine gute Ausgangslange für die nächsten Wahlen. Ob ich da irgend eine Chance habe, kann ich zur Zeit nicht beurteilen. Wichtiger ist, dass ich das tue, was ich für richtig finde. Es wird so oder so einiges bewirken und auslösen. Dabei werde ich auch selbst Neuland betreten und weiter wachsen. Dazu bin ich bereit.»

Bühlers Wahlprogramm richtet sich in erster Linie an Wählerinnen und Wähler, die über 50 Jahre alt sind. «Dies ist mein persönliches Alter. Ich bezeichne mich aber eher als Vertreter einer ‘new generation’ und möchte vor allem auch der Jugend Mut machen, sich einzusetzen, selbstbewusst zu sein und dem eignen Leben einen Sinn zu geben, der über die eigene Person hinaus geht. Aber da werden sich auch ältere Leute angesprochen fühlen.»

«Ich kenne die Bündnerinnen und Bündner»

Heute verbringe er vor allem das Wochenende im Safiental, er sei zu 100 Prozent Walser, sagt er gegenüber GRHeute. «Ich kenne Graubünden und die Bündner/-innen sehr gut, und auch mich kennen eigentlich viele Menschen. Ich schätze die direkte, geradlinige und zuverlässige Art der Einwohnerinnen und Einwohner. Hier hat jedes Tal eigene Konturen. Unverkennbar. Das prägt den eigenen Charakter. Ich mag den Kanton sehr. Da ist noch viel Potential. Wunderbar!»

Alfred Bühlers Homepage befindet sich im Aufbau: www.nationalratbuehler.ch

 

(Bild: zVg.)