Drei Bündnerinnen wollen die Zero-Waste-Bewegung nach Chur bringen und stossen mit ihrer Idee auf grosses Interesse. Auf der Crowdfunding-Plattform wemakeit erreichten die Initiantinnen heute ihre Zielsumme von CHF 47‘000.–. Mit diesem Erfolg steht der Realisation des ersten Unverpackt-Ladens der Südostschweiz nichts mehr im Weg.

Anstatt einzeln verpackt werden Produkte in einem Zero-Waste-Laden in grossen Behältern oder im Mehrwegsystem angeboten. Kunden bringen ihre eigenen Gefässe mit, füllen von der Ware die gewünschte Menge ab und wägen ihren Einkauf. Dies spart nicht nur Verpackungsmaterial, wie zum Beispiel Plastik, sondern beugt auch Lebensmittelverschwendung vor, da die Einkäufer nicht an vorgegebene Mengen gebunden sind.

Erfolgreiches Crowdfunding ermöglicht Unverpackt-Laden
Dieses Konzept bringen Natacha Espirito Santo, Andrina Caprez und Nicole Derungs mit «oba aba» nach Graubünden. Für die Verwirklichung ihres Unverpackt-Ladens starteten die drei Initiantinnen Ende Mai eine Crowdfunding-Kampagne auf wemakeit.ch. Nach nur 23 Tagen erreichten sie heute die Zielsumme von CHF 47’000.–. «Wir sind begeistert von der riesigen Unterstützung, die wir in den letzten Wochen erfahren haben», sagt Natacha Espirito Santo. Und fügt an: «Die positiven Rückmeldungen zeigen, dass es in Graubünden das Bedürfnis nach einer solchen Einkaufsmöglichkeit gibt». Mit der Anfangsfinanzierung aus dem Crowdfunding werden sie das Ladenlokal ausstatten und die ersten Wareneinkäufe tätigen. Die Suche nach einer geeigneten Lokalität läuft bereits.

Hochwertige Produkte aus der Region
Die vielfältigen kulinarischen Schätze Graubündens machen es den Initiantinnen leicht, die meisten Produkte, welche sie in ihrem Laden verkaufen werden, aus der Region zu beziehen. Dabei haben naturbelassene und bio-zertifizierte Produkte den Vorrang. Zudem soll das Angebot saisonal sein und sich mit den Jahreszeiten verändern. Das Sortiment wird alles umfassen, was man im Alltag benötigt: Frischwaren, wie Obst und Gemüse, Teigwaren, Getreide und Gewürze sowie ökologische und verpackungsfreie Hygiene- und Haushaltsartikel. Im zum Laden gehörenden Café können Kunden und Passanten einen Kaffee oder Tee geniessen und sich über Nachhaltigkeit austauschen. Weiter sind Events und Workshops rund um das Thema Zero-Waste geplant.

 

(Bild: zVg.)