Schwere Zeiten für die Bündner Bau-Branche: Nun hat auch die Bündner Traditionsfirma Andrea Pitsch AG Konkurs angemeldet. Dafür verantwortlich macht sie unter anderem den ruinösen Preiskampf.

Das traditionelle Bündner Bauunternehmen Andrea Pitsch AG muss seine Geschäftstätigkeit aufgeben, wobei etwa 200 Ganzjahres- und Saisonstellen verloren gehen. Als Begründung nennt die Bauunternehmung, die in der zweiten Generation geführt wird, den ruinösen Preiskampf als Folge der rückläufigen Bautätigkeit im Kanton Graubünden. Zudem seien die zurückhaltenden Investitionen in den Tourismus spürbar. Auch die Annahme der Zweitwohnungsinitiative habe «starke Bremsspuren» hinterlassen. Nach der Annahme der Initiative im Frühjahr 2012 sei noch stark gebaut worden – dann aber nach 2014 praktisch gar nicht mehr.

Für die Eigentümerfamilie sei dies der schwerste Tag der beruflichen Laufbahn, schreibt Andrea Pitsch in einer Medien-Mitteilung. Diverse Lösungsversuche seien erfolglos geblieben. Das Unternehmen betont allerdings, dass es nie Teil war der Untersuchung der Wettbewerbskommission wegen des Verdachts von Preisabsprachen im Baugewerbe im Kanton Graubünden. Der Weko-Bericht hatte letzte Woche landesweit für Schlagzeilen geführt, was schliesslich im Rückzug von Andreas Felix aus dem Regierungsratsrennen mündete. 

 

(Bild: zVg.)