Die neuen Vorwürfe um die Preisabsprachen im Bündner Baugewerbe gehen hart mit den BDP-Politikern Jon Domenic Parolini und Andreas Felix ins Gericht. «Unhaltbar», meint die BDP. Die SP fordert eine klärende Stellungnahme.

Seit einiger Zeit ermittelt die WEKO gegen Preisabsprachen in der Bündner Baubranche. Neu wird dem angeblichen Kartell auch systematische Preisabsprachen vorgeworfen, welche von höchster Regierungsebene vertuscht worden sein sollen. Involviert seien ranghohe Politiker, der Graubündnerische Baumeisterverband, das Kantonale Tiefbauamt und die Kantonspolizei. Namentlich werden die beiden BDP-Regierungskandiaten Jon Domenic Parolini und Andreas Felix erwähnt. Diesen wird vorgeworfen, dass sie Bestandteil des Kartells seien. 

Die BDP wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe: «Die BDP Graubünden hält Preisabsprachen für inakzeptabel und verurteilt solche Praktiken aufs Schärfste. Die BDP hat ein hohes Interesse, dass lückenlose Transparenz geschaffen wird und die im Raum stehenden Vorwürfe geklärt werden,» heisst es in einer Medienmitteilung der Partei.

Die Preisabsprachen im Baugewerbe seien nicht nur illegal, sondern kosten den Steuerzahler auch Millionen, lässt indes die SP verlauten. Die Sozialdemokraten sehen den Ball nun bei den Beschuldigten: «Es ist Sache der beiden betroffenen Regierungsratskandidaten, dazu klärend Stellung zu beziehen.»

 

(Bild: GRHeute)