Der mächtigste Mann der Welt, der US-amerikanische Präsident Donald Trump, kommt ans WEF nach Davos. Die Medien aus nah und fern haben sich schon gestern zum hohen Besuch geäussert, nun reagiert die SP Graubünden. Sie ist «not amused».

Juso-Kampfpräsidentin Tamara Funiciello hat schon gestern eine Kampfansage über den Atlantik Richtung Weisses Haus geschickt. «Donald Trump kommt nach Davos ans WEF? Das werden wir ja noch sehen… Wir werden nicht still sein.» Der (fehlende) Anstand Trumps dürfte dabei nicht der Grund für Funiciellos Ausbruch sein – der ist ihr nämlich selbst nicht in die Wiege gelegt worden: «Wenn dieser sexistische, neoliberale, orange Trottel in die Schweiz kommt, wird der Widerstand gewaltig sein.» Dass es sich bei Trump trotz aller Antipathie um einen demokratisch gewählten Anführer eines demokratischen Landes handelt, spielt für die Juso keine Rolle.

Etwas dezidierter äussert sich die SP Graubünden in einer Medienmitteilung: «Selbstverständlich darf der US-Präsident nach Graubünden kommen. Willkommen ist er deswegen nicht. Willkommen ist vielmehr friedlicher Protest gegen den Trumpismus.»

«Sexismus, Fremdenfeindlichkeit, Abschottung, Leugnung des Klimawandels und rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik – all das bringt Graubünden, die Schweiz und die Welt nicht voran. Für all das steht die Administration Trump. Trumpismus gefährdet den Wohlstand und den Fortschritt.» Die SP Graubünden erwartet von der «offiziellen Schweizer Politik, aber auch von Bündner Exponenten, dass dies zum Ausdruck gebracht wird.»

 

(Bild: Wikipedia/Archiv)