Auch wenn das Wetter nicht überall mitspielte, feierte Graubünden doch ein erinnerungswürdiges Sport-Wochenende. Überstrahlt wurde es vom ersten Weltcup-Sieg der Davoser Ski-Fahrerin Jasmine Flury.

Ski alpin

Die Heimrennen in St. Moritz litten schwer unter dem Wintereinbruch, sowohl am Freitag wie auch am Sonntag konnte der nötige Super-G für die Kombinationswertung nicht ausgetragen werden. Dafür gab es am Samstag aus Schweizer Sicht ein Highlight sondergleichen: Die Davoserin Jasmine Flury gewann auf der schwierigen WM-Strecke das erste Weltcup-Rennen ihrer Karriere. Auch wenn viele Kommentatoren (und auch sie selbst) die guten Bedingungen ins Feld führte, kommt ihr Sieg nicht gänzlich überraschend, war sie 2017 im Super-G doch schon zweimal in die Top 10 gefahren. Und wenn man beobachtete, wie kraftvoll die 24-Jährige die Kurven zieht, kann man sich auf weitere Podestplätze in den kommenden Jahren sicher freuen. Die Qualifikation für die Olympischen Spiele im Februar hatte Flury schon nach ihrem 7. Rang in Lake Louise gesichert. Die Story des 1. Weltcup-Sieges finden Sie hier.

Ansonsten gab es aus Bündner Sicht wenig zu jubeln am Wochenende. Gino Caviezel wurde im Riesenslalom von Val d’Isère am Freitag respektabler 15., im Slalom vom Samstag schied Sandro Simonet im 1. Lauf aus. Nächste Station ist für die Männer Gröden, die Frauen reisen weiter nach Val d’Isère.


 

Ski nordisch

Im Schneegestöber von Davos verpasste Olympiasieger Dario Cologna am Heim-Weltcup über 15 km das Podest nur knapp. Mit Rang 5 und ohne Beschwerden an der Achillessehne konnte sich der Münstertaler dennoch zufrieden geben. Cologna ist zuversichtlich, dass er den kleinen Rückstand, den er noch auf die absolute Spitze hat, bis zur Tour de Ski und spätestens bis Olympia aufholen wird. «Ich bin optimistisch», äusserte sich Cologna gegenüber dem Blick, «ich bin nicht weit weg, das kommt vielleicht auch mit den Rennen.» Nächste Woche wird der in Toblach erneut über 15 km im Skating und im klassischen Stil antreten, ehe es in die Weihnachtspause und dann an die Tour geht.

 

Neben Cologna gefiel auch der Davoser Jonas Baumann, der auf den 11. Platz lief. «Das war wohl mit mein bestes Skating-Rennen», freute er sich. Curdin Perl folgte als 25.

Biathlon

Die Schweizer Biathleten werden an den Olympischen Spielen in Pyeongchang mit beiden Staffeln dabei sein. Beim Weltcup in Hochfilzen resultiert ein 5. Platz der Frauen und ein 7. der Männer. Qualifiziert haben sich aus Bündner Sicht Elisa und Selina Gasparin sowie die Engadinerin Irene Cadurisch. 

 

Der aufstrebende Biathlonsport war am Wochenende auch auf der Lenzerheide Thema Nummer 1. Rund 270 Athletinnen und Athleten aus 30 Nationen starteten beim IBU Cup, der für die Lenzerheide ein wichtiger Schritt in den Weltcup-Kalender darstellt. Lassen wir die Bilder sprechen (Video Credits: ON AIR AG).

 

Snowboard

Auch beim Big Air Final der Snowboarder am Copper Mountain verpasste Graubünden einen Podestplatz nur knapp: Als beste Schweizerin klassierte sich die Flimserin Nina Candrian auf dem 5. Rang. 

Skicross

Und wer jetzt erst so richtig auf den Geschmack gekommen ist: Heute und morgen gastiert die Skicross-Elite in Arosa. Nach den Qualifikationsläufen heute Abend kommt es morgen Dienstagabend ab 20.15 zum grossen Finale.

 

(Bilder: Twitter/zVg./Archiv)