Zur Förderung des weltweiten Glücks wurde in Bergün das „Verbot das von Herzen kommt“ beschlossen: Ab sofort dürfen keine Fotos von Bergün auf Sozialen Netzwerken gepostet werden, Zuwiderhandlungen werden bestraft.

Der Tourismus hat in Bergün eine grosse wirtschaftliche Bedeutung. Wissenschaftlich ist jedoch erwiesen, dass es Menschen unglücklich macht, wenn sie Fotos von einem schönen Ort sehen, an dem sie selber nicht sein können. Um das zu verhindern hat der Gemeindevorstand von Bergün/Bravuogn den Antrag gestellt, eine gemeindeweites Fotografierverbot einzuführen. Dieser Antrag wurde an der gestrigen Gemeindeversammlung mit 46 zu 2 Stimmen angenommen. „Die Gemeinde Bergün/Bravuogn ist wunderschön. Wir möchten die Menschen ausserhalb der Gemeinde mit über Social Media geteilten Fotos unserer pittoresken Landschaft nicht unglücklich machen und laden sie herzlich ein, Bergün selbst zu besuchen und zu erleben“, sagt Peter Nicolay, Gemeindepräsident von Bergün/Bravuogn.

Bild_Gemeindeversammlung

Ab sofort werden die Gäste mit Verbotsschildern auf das herzliche Fotografierverbot aufmerksam gemacht, und die Gemeinde ruft dazu auf, das Verbot zu respektieren und die schöne Landschaft lieber mit eigenen Augen zu geniessen . Bei Widerhandlungen gegen das Verbot wird die Gemeinde eine Busse von CHF 5.- erteilen. Das Bussgeld fliesst vollumfänglich in den Alpenschutz und damit in die Pflege der wunderschönen Natur.

In Bergün ist man zufrieden mit der Verabschiedung des neuen Gesetzes: „Ich freue mich sehr, dass den Einwohnern Bergüns das Glück aller Menschen am Herzen liegt. Das macht mich stolz“, sagt Nicolay. Marc-Andrea Barandun, Geschäftsführer von Bergün Filisur Tourismus, steht dem Verbot ebenfalls positiv gegenüber: „Als Bergün Filisur Tourismus unterstützen wir das herzliche Fotografierverbot, weil es einen guten Zweck verfolgt, nämlich die Menschen glücklicher zu machen. Zudem lädt das neue Gesetz dazu ein, persönlich in die Ferienregion zu kommen und die Schönheit unserer Gegend selbst zu erleben, was ja wiederum ganz in unserem Sinn ist!“ Das Tourismusbüro wird ab sofort keine Bilder mehr auf Social Media teilen sondern hofft, dass es die Menschen motiviert, der Ferienregion Bergün persönlich einen Besuch abzustatten.

(Bilder: Gemeinde Bergün)