Arrows Fall heisst die Band aus Zizers, die am vergangenen Wochenende, beim bandxost-Contest im Camäleon in Vaduz, den Publikumspreis mit nach Hause genommen hat. Wir haben nachgeforscht und die Jungs zum Interview getroffen.

Arrows Fall ist seit gut drei Jahren zusammen und produziert so gemeinsam in der gleichen Formation Musik. Ihr Musikstil ist eine Kombination von progressivem Rock/Metal- und Post-Hardcore. Die Band besteht aus Simon Meier (Gitarre/Gesang), Tobias Heinz (Keyboard/Gesang), Philipp Hess (Bass) und Gianin Thomann (Schlagzeug).

Wie das Ganze klingt? Findet ihr auf dem Soundcloudprofil der Jungs.

Liebe Arrows Fall, wie kam es eigentlich zum Namen?

Wir haben waren schon lange Zeit auf der Suche nach einem passenden Namen für uns und haben auf diesem Weg schon zigmal diesen geändert. Vor etwa einem Jahr haben wir uns für Arrows Fall entschieden. Warum genau diesen Namen? Nun, für uns hörte er sich cool an und er war noch nicht vergeben. Ja, leider keine so spektakuläre Geschichte!

Ihr habt beim bandxost-Contest den Publikumspreis gewonnen. Was bedeutet das jetzt für den weiteren Verlauf des Contests?

Für die Qualifikation fürs Finale am 3. Dezember in St. Gallen hat es grundsätzlich keine Auswirkung. Für uns jedoch bedeutete es sehr viel, denn es zeigte uns, dass, auch wenn unsere Musik nicht gerade radiotauglich ist, sie doch einen gewissen Anklang beim Publikum, also den Hörerinnen und Hörer, findet. Mit radiotauglich meinen wir, dass unsere Musik eben vor allem aufgrund des zeitweiligen harten Passagen, welche schon fast teilweise dem Hardcore-Genre zuzuordnen sind, nicht in die heutige Radiokultur mit Miley Cyrus, Lady Gaga, Coldplay und wie sie alle heissen, passt.

Wie überrascht wart ihr, als ihr aufgerufen wurdet?

Sehr. Denn wie erwähnt liegt unsere Musik nicht gerade im Durchschnitt. Wir sind vor allem in der Dynamik als auch in der Technik der Musik sehr experimentierfreudig. Und das gefällt nicht allen so. Klar, man kann es als Musiker und allgemein nie allen recht machen! Und man muss auch sagen, mit den anderen anwesenden Bands hatten wir eine starke Konkurrenz, die musikalisch und auch gesangstechnisch der Wahnsinn waren. Es hätten es alle verdient, da oben noch einmal 15 Minuten spielen zu dürfen.

Warum habt ihr eigentlich in Vaduz mitgemacht und nicht in Chur?

Der Grund ist schnell erklärt: Unser Sänger war bis vor zwei Wochen im Sprachaufenthalt in England und unkomplett treten wir natürlich nicht auf. Deshalb mussten wir auf seine Rückkehr warten und nahmen dann an der nächstgelegenen Austragung teil. Ausserdem hat eine von uns befreundete Band schon am bandXost in Vaduz gespielt und sie hatten nur gute Erfahrungen gemacht.

Plant ihr schon ein erstes Album?

Für ein Album ist es noch ein bisschen früh, aber wir haben vor, im Frühling mit den Aufnahmen für ein EP zu beginnen. Erste Demos gibt es von uns ja schon.

Würdet ihr den bandxost-Contest weiter empfehlen?

Ja, aber sofort. Unserer Meinung nach kann man mit der Teilnahme nur gewinnen, unabhängig von der Qualifikation fürs Finale. Als Band oder auch Solokünstler erhält man Bühnenerfahrung, kann neue Kontakte zu anderen Bands knüpfen und, was uns auch sehr weiter gebracht hat, man hat ein Ziel vor Augen, was für das Songwriting und alles was dazu gehört, sehr motivierend ist.

Wie geht’s weiter nach dem Contest?

Also wir haben weiteres vor im Songwriting, vor allem ein Feature mit einem guten Freund der Band, und gleichzeitig dem Bruder von Tobias, steht bereits in den Startlöchern. Ausserdem sind wir in zahlreichen Abklärungen für Auftritte innerhalb des Kantons, aber auch auf nationaler Ebene.

Wann seid ihr das nächste Mal in der Gegend live zu sehen?

Am liebsten natürlich so schnell wie möglich! Aber wir müssen auch realistisch sein: Mit dem bandxost wurde für uns ein erster Schritt aus dem Proberaum gemacht. Als Nächstes folgt dann hoffentlich das Contest-Finale und was danach geschieht, steht noch offen. Wie gesagt sind wir in Abklärungen mit zahlreichen Standorten und in der Musik kann es plötzlich schnell gehen. Aber über Facebook halten wir gerne jeden, den es interessiert, auf dem Laufenden.

Mehr zu Arrows Fall auf ihrer Facebookpage.

 

Biografie Arrows Fall

Arrows Fall wurden anfangs 2013 von den beiden Schulkollegen Tobias Heinz (Synthesizer/Stimme) und Gianin Thomann (Drums) in Zizers gegründet. Um die Formation zu vervollständigen, wurden Simon Meier (Gitarre/Stimme) und Philipp Hess (Bass/Gitarre) mit ins Boot geholt. Nach anfänglichen Proben, Jam- und Songwritingsessions folgten im Sommer 2014 zwei kleinere Konzerte mit befreundeten Bands. «Danach zogen wir uns aufgrund anderer Verpflichtungen in den Proberaum zurück und konzentrierten unsere Energie auf das Songwriting. Während dieser Zeit hat sich unser Musikstil auf eine Mischung zwischen heftigen und ruhigen, sphärischen Passagen eingependelt, da wir sowohl gerne Metal, aber auch sanftere Musik hören und dies in unsere Musik einfliessen lassen wollen. Nach zwei Jahren Absenz von Live-Bühnen getrauten wir uns wieder an die frische Luft und konnten am bandxost in Vaduz unser Live-Debüt vor einem grösseren Publikum bestreiten, wo wir dank lautstarker Unterstützung des Publikums zum Publikumsfavorit gekürt wurden», schreibt die Band. Mittlerweile ist auch genug Songmaterial vorhanden, um erste Songs für eine EP aufzunehmen. Arrows Fall plant, im Frühling 2017 den Schritt ins Studio zu wagen.

 

(Bild: zVg.)