Die Stadtschule Chur hat auf das neue Schuljahr die Anfangszeiten für die Erstklässler und die Erstkindergärtner zusammen gelegt. Das hat einige Eltern so sehr erzürnt, dass sie gegen diesen Entscheid Unterschriften sammeln.

Am 22. August sind die Sommerferien 2016 Geschichte. Für Erstklässler und Kindergärtner ist das neu: Bis letztes Jahr fingen die Kindergärtner erst am Dienstag an. Das war vor allem für die Eltern ideal, die ein Kind in die Schule und das andere in den Kindergarten begleiten mussten.

Damit ist jetzt Schluss. Die Stadtschule Chur hat beide Anfänge auf den Montag gelegt. Was bedeutet: Eltern mit einem Erstklässler und einem Kindergärtner müssen sich künftig aufteilen oder zweiteilen. «Ich war fassungslos, als ich die Briefe in den Händen hielt», sagt Corina Zindel, die im Familienzentrums Planaterra arbeitet. Ihr Sohn kommt am 22. August in die Schule, ihre Tochter in den Kindergarten.

Zindel dachte erst an einen Flüchtigkeitsfehler – nur: Es war keiner. Es ist der Stadtschule Chur ernst damit, wie sie der Mutter in einem Mail antworteten: «Aufgrund der Blockzeiten, zu denen wir vom Schulgesetz verpflichtet sind, musste die Stadtschule in den letzten beiden Jahren ein Betreuungsangebot für diese Kinder am Montag bereitstellen. Daher wurde der Schulstart für alle auf den Montag festgelegt.»

Corina Zindel wollte das wie andere Mütter, die sich ebenfalls neuerdings zweiteilen müssen, auch nicht auf sich sitzen lassen. Auf der Facebook-Gruppe «Du bisch vu Chur, wenn…» formierte sich unter den Gleichgesinnten der Widerstand – der schliesslich in einer Unterschriftensammlung mündete, organisiert von Sandra Walter, einer anderen betroffenen Mutter. «Wir rechnen mit 100 bis 200 Unterschriften», sagte Corina Zindel. Der Widerstand zeigt auf jeden Fall schon Wirkung: Gemäss Zindel will die Stadtschule den Entscheid nochmals überdenken.

Die Unterschriftensammlung dauert noch bis zum 21. Juni. Wer Interesse hat, kann hier (Facebooklink) einen Unterschriftenbogen bestellen.

 

 

(Bild: Wikipedia)