Gemäss einem Beitrag im «Echo der Zeit» von gestern fordern die Bündner Bergbahnen, dass sie vom Bund besser für Schlechtwetterkosten entschädigt werden.

Im Beispiel des Beitrags wird der Fall Brigels unter die Lupe genommen. Um mehr als 70 Prozent sei der Umsatz im letzten Dezember eingebrochen, so Direktor Beat Zenklusen. Er meldete Kurzarbeit – erhielt gemäss dem SRF-Radiobeitrag aber weniger als  ein Zehntel der monatlichen Lohnkosten von 350’000 Franken. Viel zu klein sei die Entschädigung, klagt er im Bericht, zudem seien die Hürden viel zu hoch. Dazu komme, dass die ersten 14 Tage des Ausfalls nicht entschädigt würden.

Der Bündner BDP-Regierungsrat Jon Domenic Parolini will diese Einschränkungen bekämpfen: «Wir sind der Meinung, dass die gesetzliche Regelung zu restriktiv formuliert ist und dass man da ansetzen müsste.» Er will seine Amtskollegen in andern Bergkantonen überzeugen, um gemeinsam in Bern zu intervenieren.

Auch Kritiker der Kritiker kommen zu Wort. Wirtschaftsprofessor Reiner Eichenberger von der Uni Freiburg winkt ab, man wolle damit ein Risiko auf die Allgemeinheit, also den Steuerzahler, abwälzen. Wenn es dem Kanton derart wichtig sei, könne Graubünden ja eine eigene Schneemangelversicherung ins Leben rufen, so Eichenberger.

 

(Bild: GRHeute)