Was vor über zehn Jahren auf der Oberen Au ein jähes Ende genommen hat, könnte nun endlich wieder Realität werden. Sofern alles nach Plan läuft und die Stadt Chur im Juni 2016 einen passenden Ort für den neuen Skatepark Chur gefunden hat, kann das Projekt langsam aber sicher auf die Zielgerade zusteuern. Doch bis dahin ist es noch ein steiniger Weg. Das sind sich auch die Initianten des Vereins, der Rollbrett Club Chur (RBC), bewusst.

Die Churer Asphalt-Surfer könnten in diesem Jahr vielleicht endlich einen Grund zum Jubeln haben. Nach jahrelangen Diskussionen, etlichen Projekt- und Konzeptvorstellungen vor dem Stadtrat und öffentlichen Aufrufen, nimmt der Gemeinderat im Juni dieses Jahres Kenntnis von der neuen Sportstätten-Strategie. In dieser Strategie ist auch ein geeigneter Platz für die Errichtung des neuen Skateparks Chur vorgesehen. Doch, auch wenn dem Sportstätten-Projekt zugestimmt werden sollte und ein passendes Areal für die Realisierung gefunden wird, ist der Park noch lange nicht finanziert. Als Standort eignet sich aus logistischen Gründen das Areal in der Oberen Au. «Um den Plan, beziehungsweise den neuen Skatepark mit einer Fläche von 1’000 bis 1’600 Quadratmetern realisieren zu können, benötigen wir insgesamt etwa 300’000 bis 500’000 Franken», so Mario Vonau, Vize-Präsident des Vereins Rollbrettclub Chur (RBC).

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Die Fläche des Parks ist essenziell, um möglichst viel Freestylesportler anzusprechen, den unterschiedlichsten Fahrniveaus gerecht zu werden und so das Unfallrisiko zu minimieren. Zudem soll die Parkanlage mit entsprechenden Grünflächen und Ruhezonen ausgestattet werden und somit als Naherholungsgebiet für Alt und Jung dienen.

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Skatepark verleiht der Stadt mehr Attraktivität und Mehrwert

So ist die Abmachung: Die Kosten für die Erstellung des Parks, den Unterhalt und die Wartung muss der Verein RBC selbst tragen. Die Stadt Chur stellt lediglich den Platz zur Verfügung. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, aber keineswegs unmöglich. «Denn der Skatepark ist eine nachhaltige Investition in die Zukunft. Über die Medien, Facebook und kleinere Skate-Events wurde in den vergangenen Monaten auf das Projekt aufmerksam gemacht und die Resonanz bei der Bevölkerung, insbesondere bei Eltern, die ihre Kinder gern auf den Skateboards sähen, war beachtlich. Zukünftige Workshops für den Nachwuchs, sowie regelmässige musikalische Events und Sport-Contests, stehen auf dem Programm und sollen Einheimische, sowie Leute aus den benachbarten Regionen nach Chur locken», sagt Mario Vonau und ist überzeugt, dass der RBC dadurch einen grossen Beitrag zur Attraktivität unserer Stadt beitragen kann.

Vorhaben ist auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen

Verhandlungen mit möglichen Sponsoren und Investoren für den Bau des neuen Parks sind nach Gutheissung seitens der Regierung geplant und werden zur gegebenen Zeit durch den RBC in Angriff genommen. Bereits heute bestätigt Stadtrat Tom Leibundgut, dass die Stadt ein Budget in Höhe von CHF 100’000.– für die Umgebungsarbeiten im Jahr 2016 dem RBC zur Verfügung stellen wird.

«Die Skater haben in den vergangenen Monaten starke Eigeninitiative gezeigt und ein herausragendes Realisierungskonzept ausgearbeitet, das meine vollste Unterstützung und Anerkennung erhält», betont Tom Leibundgut auf die Anfrage von GRHeute hin. Leibundgut ist schon seit vielen Jahren mit den Skatern in regem und gutem Kontakt und engagiert sich persönlich, sowie in seiner Position als Stadtrat stark für die Bedürfnisse der Skater und die Realisierung des neuen Skateparks Chur.

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Selbst einzelne Unternehmen sind Feuer und Flamme und stellen ihre Dienstleistungen zur Verfügung, wenn es konkret darum gehen wird, den Skatepark Chur optimal in der Stadt und bei der Bevölkerung zu positionieren.

 

(Bilder: zVg. Rollbrett Club Chur (RBC)/Visualisierungen: Diogo Da Silva)